Flexibilität für Bauherrschaft auf 33 Grundstücken

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Neues Bauland für Lorcher Stadtteil Unterkirneck. Stadträte befürworten die Planung einstimmig.

Lorch. Neues Bauland soll auf 2,3 Hektar Fläche im Lorcher Stadtteil Unterkirneck entstehen. Die Stadträte befassten sich daher am Donnerstag mit der Entwurfsplanung, die Uwe Straub vom gleichnamigen Büro aus Donzdorf vorstellte.

Im nordöstlichen Teil von Unterkirneck gestaltet sich das Gebiet „Osterwiesen II“ mit 33 Baugrundstücken als „Arrondierung zur vorhandenen Bebauung“, wie es Ingenieur Straub beschrieb. Im Norden von der Kaiserstraße und im Osten von der Bundesstraße eingerahmt, schmiegt sich das Baugebiet „Osterwiesen II“ quasi im Süden und im Westen in die Bestandsbebauung ein. Gleich vier Gutachten wurden laut Straub im Vorfeld erstellt. Hier hatten die Spezialisten etwa den Artenschutz im Blick. „Und da gibt es keine Auswirkungen“, beschrieb er. Weiter, ergab ein Verkehrsgutachten, dass sowohl aktive als auch passive Lärmschutzmaßnahmen für das Gebiet erforderlich werden. Ergo sieht die Planung im östlichen Teil zur Bundesstraße B 297 hin eine 3,5 Meter hohe Lärmschutzwand vor. Wiederum im Norden, zur Kaiserstraße hin, wird es „eine kleine Aufwallung auf 15 Metern geben“, erklärte der Ingenieur. Weiter, wurde ein Geruchsgutachten erarbeitet. Was zur Folge hat, dass im Süden, zum landwirtschaftlichen Betrieb hin, eine größere Fläche von der Bebauung ausgenommen wird. Dort soll unter anderem eine Spielfläche und eine Grünfläche als Retentionsfläche entstehen zur Rückhaltung des Oberflächenwassers, um dieses dann langsam dem Vorfluter zuzuführen. Diese Fläche wird etwa drei Meter tief ausmodelliert. Außerdem wurde noch die Geologie untersucht, die keine Auswirkungen haben wird.

Im Süden ist eine Fußwegverbindung vorgesehen. „Sowohl in den Ort hinein, als auch zur Bundesstraße und der dortigen Bushaltestelle hin“, machte Straub deutlich.

In dem Baugebiet möchte man möglichst viel „Variabilität für die Bauherrschaften beten, wie Bürgermeisterin Marita Funk erklärte. Daher sind sowohl Einzel- als auch Doppelhäuser, im nördlichen Bereich auch Reihen- und Kettenhäuser als Riegel, zulässig. Zudem könnten auch mehrere Tiny-Häuser auf einem Grundstück gestellt werden. Der Bebauungsplan schreibt keine Erdgeschoss-Fußbodenhöhe, sondern eine Bezugshöhe vor. Zwingend vorgeschrieben werden zwei Parkplätze pro Wohneinheit.

Dr. Dietmar Hermann wollte eine Festlegung der Bauplätze, auf denen Tiny-Häuser entstehen können, festschreiben. „Das müssen wir konzentrieren“, forderte er. Ingenieur Straub gab unumwunden zu: „Da gebe ich Ihnen recht. Die gehören eher in Randbereiche. Es ist ratsam, dies vorher festzulegen.“ Manfred Schramm überlegte, ob ein zentraler Energiespeicher für die durch die vom Gesetzgeber seit Januar 2022 geforderten Fotovoltaikanlagen sinnvoll sei?  Straub informierte, dass dann eine Gesellschaft gegründet werden müsste, und dass dann ein Anschluss- und Nutzungszwang bestünde. „Das ist ein schwieriges und  komplexes Thema“, warnte er. Sebastian Zinßer wollte keine hohen Bäume im Pflanzgebot, da diese den Nachbarschaftsstreit nähren würden. Die Verwaltung empfahl, eine entsprechende Vorschlagsliste für gewünschte Bepflanzung vorzulegen. Letztlich wurde der Planentwurf einstimmig begrüßt. Jetzt werden die Behörden gehört.

Gebäudereinigung im Fokus

Rund 235 000 Euro verschlingt die Glas- und Unterhaltsreinigung städtischer Gebäude. Bauamtsleiter Achim Waibel erläuterte, dass nun nicht mehr Gebäude-Durchgänge unternommen, sondern  Raumbücher erstellt sind. „Dann ist die Leistung messbar“, argumentierte er. Da der Gesetzgeber eine Bündelung der Arbeiten für die Ausschreibung verlangt, wird diese nun von der Verwaltung vorbereitet. ⋌Anja Jantschik

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