Für die neue Gemeindeküche klicken

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Wenn genug Menschen für die Lorcher Kirchengemeinde abstimmen, kann die Küche im Gemeindehaus saniert werden, hoffen Pfarrer Christof Messerschmidt und Claudia Schreiner, Leiterin des Kochteams.

Die Kirchengemeinde Lorch und Weitmars möchte Preisgeld bei einem Wettbewerb gewinnen, eine neue Küche soll her. Helfen kann jeder mit einem täglichen Klick.

Lorch

Mit rund 950 Stimmen auf dem 16. Platz von 164 – so lautet die Bilanz am Freitagnachmittag für die Kirchengemeinde Lorch und Weitmars. Imposant, aber nicht genug, würde Christof Messerschmidt sagen. "Wir müssen unter die ersten zwölf Teilnehmer kommen", betonte der Pfarrer am Tag zuvor. Zusammen mit Claudia Schreiner saß er an der großen Tafel im Garten der Stadtkirche. Die Leiterin des Kochteams und er erzählten, warum die Kirchengemeinde am Förderwettbewerb "chrismon Gemeinde" teilnimmt.

Chrismon ist eine evangelische Monatszeitschrift. Zum sechsten Mal sollen mit dem jährlichen Wettbewerb ehrenamtliche Projekte von Kirchengemeinden belohnt werden. Messerschmidt und Schreiner haben den Lorcher Mittagstisch ins Rennen geschickt. "Einmal im Monat kochen 15 Ehrenamtliche für 100 Leute Mittagessen im Gemeindehaus", erzählte Claudia Schreiner. Vor allem Seniorinnen und Senioren, Grundschüler sowie Kinder aus den Tagesstätten Naturino und Mörike seien dabei, außerdem eine Handvoll Berufstätige aus der Innenstadt. "Wichtig ist uns, gemeinsam zu essen", betonte die 39-Jährige. Punkt 12.30 Uhr greifen alle zum Besteck. An geschmückten Tafeln samt Tellern mit Goldrand wird generationenübergreifend gespeist. Und zwar kostenlos, Spenden sind willkommen. "Das Interesse ist groß, wir müssen jedes Mal Leuten bei der Anmeldung absagen", sagte Pfarrer Messerschmidt. Essen kochen für mehr als 100 Leute sei in der Küche des Gemeindehauses nicht zu schaffen.

Um diese Küche, Baujahr 1965, geht es in erster Linie. "Das Preisgeld soll in die Sanierung fließen", erklärte Messerschmidt. Mit dem freiwilligen Gemeindebeitrag 2020 werden demnächst zumindest schon einmal Herd und Spülmaschine ersetzt. Knapp 10 000 Euro hatten Gemeindemitglieder dafür gespendet. Weitere 65 000 Euro werde eine neue Küche kosten, schätzte der Pfarrer. Damit das Preisgeld aus dem Wettbewerb die Grundlage dafür bilden kann, ist jeder gefragt.

Bis zum 23. März kann noch abgestimmt werden auf der Internetseite des Lorcher Projekts. Mit einem einfachen Klick auf ein rotes Feld. "Und zwar am besten jeden Tag, von jedem Gerät und aus jedem WLAN-Netz", bat Messerschmidt. Denn am Schluss zählt, wer die meisten Stimmen in dieser Zeit gesammelt hat. Die ersten zwölf Teilnehmer ziehen ins Finale ein. Für diese kann dann bis zum 25. März nochmal abgestimmt werden, dieses Mal per E-Mail.

Bitte jeden Tag abstimmen, von jedem Gerät.

Christof Messerschmidt, Pfarrer

Das Projekt auf dem ersten Platz erhält 2000 Euro, der zehnte immerhin noch 500 Euro. "Außerdem vergibt eine Jury je 2000 Euro an sieben Projekte, die in verschiedenen Kategorien gewinnen." Der Lorcher Mittagstisch ist in der Kategorie "Diakonie" angemeldet. "Mehr im Sinne der Diakonie geht es nicht", sagte der Pfarrer. Der Mittagstisch bringe Jung und Alt zusammen, werde ehrenamtlich betrieben und koste nichts. "Für manche Senioren ist das die einzige Mahlzeit, die sie nicht alleine essen." Und die Kinder genießen die Gemeinschaft, auch oder gerade die der Älteren, erzählte Claudia Schreiner, die vor drei Jahren die Idee zum Mittagstisch hatte. Wegen der Corona-Pandemie konnte dieser seit einem Jahr nicht stattfinden. "Wir freuen uns alle schon sehr darauf, wenn das wieder möglich ist."

Den Link zum Abstimmen gibt es unter www.lorch-weitmars-evangelisch.de.

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