Funk hat keine Angst vor der 3 vorne

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Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk feiert an diesem Donnerstag, 11. Februar, ihren 30. Geburtstag.

Zu ihrem 30. Geburtstag berichtet Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk, wie sie feiert, wo sie in Lorch bauen wird und ob ihr junges Alter einen Unterschied macht.

Lorch

Marita Funk ist sichtlich enttäuscht. "Ohne Corona-Pandemie wäre an meinem Geburtstag der Rathaussturm gewesen", bedauert die Lorcher Bürgermeisterin, "ich hätte gerne mit den Narren gefeiert". Weil aber auch in der Klosterstadt alle Faschingsveranstaltungen abgesagt sind, wird ihr 30. Geburtstag an diesem Donnerstag ruhiger über die Bühne gehen.

"Ich komme ganz normal zur Arbeit", sagt Marita Funk. Wenn möglich, wolle sie an diesem Tag aber etwas früher Feierabend machen. "Dann kochen mein Mann und ich zusammen und machen uns einen schönen Abend." Dass ihre Eltern, ihr älterer Bruder oder gar Freunde persönlich gratulieren, sei ja nicht möglich. "Sie werden anrufen, am Telefon oder per Video." Ohne Corona hätte Marita Funk gerne mit einem Brunch am Wochenende gefeiert, "mit etwa 30 Verwandten und Freunden".

Dass eine Geburtstagsfeier wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss, erlebt die Rathauschefin bereits zum zweiten Mal. Auch ihre kirchliche Trauung mussten ihr Mann und sie nach dem Standesamt im vergangenen Jahr verschieben. Geplant seien Kirche und Fest nun unter Vorbehalt für kommenden Juni. "Trotzdem war unsere Trauung ein Höhepunkt für mich in 2020", sagt Marita Funk und erzählt, wie die Rathausmitarbeiter das Brautpaar mit schwarz-gelben Luftballons überraschten. "Ein weiterer Höhepunkt war natürlich meine Wahl zur Bürgermeisterin", blickt Marita Funk zurück.

Grundstück erworben

In diesem Jahr werde der Bau ihres Hauses ein wichtiges Projekt sein. Marita Funk und Jakob Löffler haben im Januar "in einem Lorcher Wohngebiet" einen Bauplatz gekauft. Wo genau in der Kernstadt, möchte die Bürgermeisterin noch nicht preisgeben. "Wir haben lange nach etwas Passendem gesucht", erzählt sie. Mit "viel Glück" sei ihnen das Angebot "von privat" für das freie Grundstück gemacht worden. Die Unterlagen für den Bauantrag seien beinahe komplett. "Vielleicht gelingt uns der Baustart noch, bevor sich meine Einsetzung im Mai jährt", sagt Marita Funk zufrieden.

Ich wusste auf jeden Fall schon früh, dass ich Bürgermeisterin werden möchte.

Marita Funk, Bürgermeisterin

Wollte sie schon mit 29 Jahren Bürgermeisterin werden? "Das Alter war mir nicht wichtig, aber ich wusste auf jeden Fall schon früh, dass ich Bürgermeisterin werden möchte."

Dass nicht jeder über die Kandidatur einer jungen Frau fürs Lorcher Rathaus glücklich war, habe sie im Wahlkampf erfahren müssen, erinnert sich Marita Funk. "So etwas lasse ich aber nicht an mich heran." Unerfreuliche Erlebnisse erzähle sie abends höchstens mal ihrem Mann, der als Ergotherapeut in Schwäbisch Gmünd arbeitet. "Dann ist das abgehakt."

Alter spielt keine Rolle

Überhaupt habe ihr Alter während ihrer bisherigen Amtszeit bisher keine Rolle gespielt, sagt Marita Funk. Auch persönlich betrachte sie ihren runden Geburtstag gelassen: "Ich habe keine Angst vor der 3 vorne."

Für die nächsten Jahre wünscht sich Lorchs Bürgermeisterin, dass die "erfreuliche Zusammenarbeit" im Rathaus weiter gut laufe. Auch das konstruktive, offene Verhältnis zum Gemeinderat wolle sie fortführen. "Und ich hoffe einfach, dass bald wieder echte Begegnungen mit Menschen möglich sind", sagt Marita Funk. Obwohl sie über Telefon, soziale Medien oder E-Mail Kontakt zu vielen Lorcherinnen und Lorchern halte, – "und ich mich gerne beim Einkaufen oder Spaziergang unterhalte" – freue sich die Rathauschefin auf die Zeit nach Corona, wenn wieder Feste oder Vereinstätigkeiten möglich sind.

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