Funk: Kita-Plätze optimal und nach Bedarf nutzen

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Kita-Plätze sollen in Lorch optiomal und nach Bedarf genutzt werden
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Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk bezieht Stellung zu Änderungen in evangelischen Kitas.

Lorch. Über den Beschluss des Lorcher Gemeinderats, die Gruppenstrukturen der evangelischen Kindergärten zu verändern, gab es viel Aufregung. Sowohl Eltern, Kindergartenleitung als auch die Kirchengemeinde äußerten Ablehnung. Bürgermeisterin Marita Funk nennt die Debatte und Berichterstattung einseitig: „Es wird unentwegt damit argumentiert, was es angeblich alles nach der Umstrukturierung nicht mehr geben werde.“ Sie fasst zusammen: „Unser Ziel sind gleiche Chancen und Rahmenbedingungen für alle Eltern und Kinder.“ Der erste Schritt dahin sei die Etablierung der zentralen und digitalen Vergabestelle mit transparenten und nachvollziehbaren Vergabekriterien. „Unser zweiter Schritt ist, die vorhandenen Kapazitäten optimal und bedarfsgerecht nutzen.“

Genug Ganztag im Angebot

Mit der zentralen Platzvergabe seien „massive Erleichterungen für die Eltern erreicht“ worden. „Darüber hinaus haben wir dadurch nun erstmals die klaren, nachvollziehbaren und unmissverständlichen Zahlen der benötigten Plätze im Stadtgebiet und so den Überblick, wie die Belegungen und Betreuungsbedarfe wirklich sind.“ So stünden aktuell in den betroffenen Kitas 160 Ganztagesplätze zur Verfügung, obwohl laut der Zahlen zu Beginn der Erhebung nur 44 dieser Plätze genützt würden. Das sei nicht zu rechtfertigen. Stadtweit würden nach der Umsetzung der Optimierung 100 Ganztagsplätze im Ü3-Bereich bleiben, wovon derzeit 58 belegt seien. Im Mörike-Kindergarten seien es je 20 für Unter- und für Über-Dreijährige. „Es besteht also weiterhin ein ausreichend großer Puffer an Ganztagsplätzen.“

Kritisiert wird, das bisherige System sei flexibler und die Eltern könnten ohne Gruppenwechsel aufstocken. Das könnten die Eltern auch künftig, sagt Marita Funk. Nur mit Gruppenwechsel? „So einfach kann und darf man es sich nun wirklich nicht machen.“

Jeden Platz auch nutzen

In zeitgemischten Gruppen könnten 22 bis 25 Kinder betreut werden, davon maximal zehn mit Ganztag. „Diese Konstellation finden wir aktuell im EKO, der zehn Ganztags-Kinder in einer zeitgemischten Gruppe hat.“ Bei Beibehaltung der alten Regelung müsste das elfte und jedes weitere Kind mit Ganztagesbetreuungsbedarf die Gruppe wechseln. „Oder die Gruppen dürften wie bei reinen Ganztagesgruppen mit nur maximal 20 Kindern und damit nicht vollständig belegt werden.“

Ein Wechsel könne auch jetzt also nur vermieden werden, wenn zwei bis fünf Kinder keinen Platz bekämen, obwohl diese zur Verfügung stünden. „Das ist aus unserer Sicht keine Option.“ Deshalb sollen die zeitgemischten Gruppen ab September „auslaufen“.

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