Gemeinsam eine Sprache sprechen

Alexander-Stift unterstützt Mitarbeitende in der Pflege mit Sprachförderung.

Lorch. Das Team Ausbildungs- und Qualifizierungsmanagement des Alexander-Stifts hat ein Konzept ausgearbeitet, mit dem Nicht-Muttersprachler in den Pflege-Teams nachhaltig dabei unterstützt werden, die deutsche Sprache zu lernen. Dabei liegt der Fokus der Sprachförderung auf einem Wortschatz, der speziell in der Pflege benötigt wird. Das Angebot gilt für alle 21 Standorte des Alexander-Stifts in den Landkreisen Rems-Murr, Esslingen, Göppingen, Ostalb, Ludwigsburg und Heilbronn.

Ergänzung zum Deutschkurs

„Sprache ist ein Türöffner“, sagt Anette Smolka, Qualitätskoordinatorin und Praxisanleiterin im Alexander-Stift. „Sprachbarrieren hingegen können Grenzen für unsere Auszubildenden und Mitarbeitenden schaffen, die sie in ihrem beruflichen und alltäglichen Leben einschränken. Hier möchten wir gegensteuern.“ Deshalb habe sie sich ganz gezielt ein Konzept überlegt, wie sich Mitarbeitende i gegenseitig unterstützen können und voneinander profitieren.

Entstanden sei die Idee, so Slomka weiter, auf Basis von Gesprächen mit Auszubildenden und Mitarbeitenden, die keine Muttersprachler sind und sich im neuen Berufsalltag im Alexander-Stift erst noch zurechtfinden müssen.

Die berufsbezogene Sprachförderung sei eine Ergänzung zum Deutschkurs, den die Mitarbeitenden besuchen oder besucht haben. Gleichzeitig biete sie die Möglichkeit, innerhalb des Teams verschiedene Kulturen kennenzulernen, sich auszutauschen und die Gemeinschaft zu stärken.

Mit verschiedenen Arbeitsmitteln wie Übungsblättern, die anhand von Bildern Pflegesituationen und wichtige Schritte aus dem Arbeitsalltag erklären, soll die berufsbezogene Sprache gezielt gefördert werden. Geübt wird am Arbeitsplatz. Hier stellen die Kollegen zum Beispiel klassische Gespräche mit Bewohnern, Angehörigen und Ärzten nach.

Erste Fortschritte gemacht

Start dieses Projektes war bereits Anfang des Jahres.Interessierte können das Angebot seitdem an allen Standorten des Alexander-Stifts wahrnehmen. Dabei baute Anette Smolka das Angebot über die Monate weiter aus. So wurden Arbeitsmittel und Methoden je nach Bedürfnissen und Anforderungen der Mitarbeitenden überarbeitet oder ergänzt. „Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen gemacht“, so Smolka. Gerade in den Gesprächen und in der Interaktion mit Kollegen oder Bewohnern könne man große Fortschritte beobachten. „Wir freuen uns, wenn die Kollegen sicherer werden und planen,dieses Projekt stetig weiterzuentwickeln.“

  • Information über die Diakonie Stetten¶
  • Die im Jahr 1849 gegründete Diakonie Stetten gehört zu den großen Trägern sozialer Dienstleistungen in Baden-Württemberg. Die rund 4000 Mitarbeitenden begleiten Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf – zum Beispiel Menschen mit Behinderung, Senioren, Menschen mit psychischer Erkrankung, junge Menschen mit besonderem Förderbedarf, Kinder, Jugendliche und Familien. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.diakonie-stetten.de sowie auf www.alexander-stift.de.

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