Große Lust aufs Mitmischen in Lorch

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Sechs Mädchen und acht Jungen sind dem Aufruf der Stadt gefolgt und bilden nun den ersten Lorcher Stadtjugendbeirat.
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14 Mädchen und Jungen haben sich für den neu gegründeten Lorcher Jugendbeirat gemeldet.

Lorch. Freudig überrascht waren Bürgermeisterin Marita Funk und Jugendreferent Thomas Hägele am Mittwochabend: 14 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren waren zur Anmeldung ins Bürgerhaus gekommen und bilden nun den neu gegründeten Stadtjugendbeirat. „Mit vielleicht acht Interessierten haben wir gerechnet, aber dass so viele kommen, ist wirklich toll“, sagte Marita Funk sichtlich stolz, als sich die Gruppe zum Foto auf dem Oria-Platz versammelt.

Prompt wählte man einen Vorsitzenden und zwei Stellvertreter: Leopold Kißling steht dem Beirat künftig vor, Liam Bosnjakovic und Luca Paul vervollständigen das Vorstandstrio. Die sechs Mädchen und acht Jungen sind Schülerinnen und Schüler am Lorcher Gymnasium und an der Lorcher Realschule, erzählte Bürgermeisterin Funk. Zwei stammen aus Waldhausen, einer aus Oberkirneck, der Rest aus der Kernstadt.

Warum wollen sie beim Jugendbeirat mitmachen? „Politik hat mich schon immer interessiert“, antwortete Leopold Kißling. Beteiligung sei etwas Wichtiges und Gutes, meinte der 17-Jährige. Ein bisschen Erfahrung hat er durch seinen Onkel, Stadtrat Lars Kißling. Leopold schaute zu Marita Funk: „Wenn man die Bürgermeisterin kennt, hilft das bei Projekten.“ Zum Beispiel bei den Naturschutz-Plänen, die der Gymnasiast samt Mitschülern am Schulzentrum Schäfersfeld verwirklichen will. „Wir möchten Bäume und Hecken pflanzen und eine Wiese naturnah umgestalten.“

Die Jugendlichen haben noch mehr im Gepäck: „Ein Skaterpark wäre toll“, sagte Tamara Runschke. Die Schülerin möchte beim Jugendbeirat dabei sein, weil sie es gut findet, wenn die Verantwortlichen der Stadt die Sicht der Jugend aus erster Hand erfahren. „Ich habe das Gefühl, dass Erwachsene nicht ganz nachvollziehen können, was für uns wichtig ist oder was uns fehlt.“ Dass sich dabei vieles um Naturschutz und Ressourcenschonung, also um Zukunftsthemen dreht, betonte Luca Paul: „Wir machen schon viel an der Schule, vielleicht geht mit der Stadt noch mehr“, sagte der Gymnasiast und erzählte von Bienenstöcken und recycelten Computern.

Vorschläge hatte die Gruppe aber auch dafür, wie der Oria-Platz belebt werden könne. Eine Bühne samt Bands lautete etwa der Vorschlag von Amalia Thessakis. Oder dass der Wochenmarkt hier stattfindet. Dass die Stadt nicht alle Vorschläge annehmen wird, damit rechne er schon auch, sagte Vinzent Weidle: „Trotzdem können wir unsere Meinung sagen“, das sei gut. Sicher müsse man auch erst einmal viel lernen, ergänzte Luca Paul: „Es ist bestimmt schwer, bei Projekten an jede Kleinigkeit zu denken.“

Der Jugendbeirat soll nach der Sommerpause seine Arbeit aufnehmen, kündigte Bürgermeisterin Funk an. Zwei Sitzung pro Jahr sind angedacht, gerne mehr bei besonderen Themen. Noch im Sommer werde sie sich zusammen mit Jugendreferent Hägele und den Jugendlichen treffen. „Um uns kennenzulernen und die wichtigsten Dinge zu erklären.“ Und um ein offenes Ohr zu haben, sagte Thomas Hägele: „Für die Bedürfnisse und Wünsche.“

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