Im Rathaus fehlt Personal

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Geht es nach dem Gutachter, muss das Personal im Lorcher Rathaus aufgestockt werden.

Ein Gutachten empfiehlt drei neue Stellen im Lorcher Rathaus. Der Gemeinderat entscheidet darüber an diesem Donnerstag.

Lorch

Wie gut funktioniert die Arbeit im Lorcher Rathaus? Das hat eine Firma im Auftrag der Verwaltung seit Herbst vergangenen Jahres untersucht. Und nun empfohlen, drei neue Stellen zu schaffen. Darüber entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag.

Laut Verwaltung urteilte das Gutachten, dass die Aufgabenfülle zugenommen habe, aber das Personal nicht entsprechend aufgestockt worden sei. „Personal wurde im Rathaus nicht direkt eingespart“, erklärt Bürgermeisterin Marita Funk. Stattdessen seien etwa Stellen, die wegen Familienzeiten teilweise reduziert wurden, umverteilt statt wieder aufgefüllt worden. „Vor etlichen Jahren wurde eine Vollzeitstelle nicht neu besetzt, die Arbeiten in unterschiedlichen Abteilungen vorgenommen hatte“, sagt die Rathauschefin und weist darauf hin, dass vor Jahren die IT-Stelle neu besetzt wurde und im vergangenen Jahr eine Stelle für die Kindergärten. „Das gleicht die Prozente aufgrund der Reduzierung in der Vergangenheit nicht aus.“

Das Gutachten schlägt folgende neue Stellen vor: eine in der Personalsachbearbeitung im Hauptamt, eine Bauingenieurstelle Fachrichtung Tief- und Straßenbau sowie eine Verwaltungsfachwirtstelle in der Bauverwaltung. „Je nach Berufserfahrung der Bewerber kostet die Aufstockung zwischen 130 000 und 150 000 Euro im Jahr.“ Aktuell beschäftige sich die Verwaltung mit der Frage, wo die neuen Arbeitskräfte untergebracht werden könnten. Funk rechnet mit einer Lösung in den vorhandenen Räumlichkeiten der Stadt, das Konzept sei aber noch in der Ausarbeitung. Deswegen schlägt sie den Gemeinderäten vor, fürs Erste die dringend benötigte Einstellung eines Bauingenieurs voranzutreiben. Der Stadt stünden Großprojekte bevor, Funk nennt beispielsweise den Breitbandausbau in Millionenhöhe und den Bau des Hochwasserschutzes am Götzenbach. Sobald klar sei, wie man die Räume im Rathaus aufteilen könne, schreibe die Stadt auch die anderen beiden Stellen aus.

Das Gutachten habe außerdem ergeben, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gute Arbeit leisten würden, motiviert und qualifiziert sowie aufgeschlossen gegenüber Veränderungen seien. „Zur Optimierung der Arbeitsweise wurden Handlungsanweisungen und Empfehlungen abgegeben.“ Diese beträfe interne Abläufe, zum Beispiel die Umverteilung von Arbeiten. „Damit diese ganzheitlich bearbeitet werden.“ Die Empfehlungen könnten Schritt für Schritt umgesetzt werden, schlägt Funk vor.

In der Sitzung an diesem Donnerstag, 6. Mai, um 18 Uhr, in der Remstalhalle Waldhausen geht es außerdem um die erneute Überwachung des Badesees in den Sommermonaten sowie um die Feststellung der Jahresrechnung 2019.

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