Lorcher Stadthalle saniert

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Die Stadthalle Lorch hat nun einen neuen und vor allem ebenen Linoleum-Boden, zeigt Bürgermeisterin Marita Funk.
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Die Stadt investiert 60 000 Euro in Boden, Fassade und Küche. Pläne, die Halle zu vergrößern oder größer neu zu bauen, gibt es nicht.

Lorch

Die Lorcher Stadthalle wird momentan für insgesamt rund 60 000 Euro saniert. Dabei ging es um die Fassade, den Boden und die Einrichtung der Küche. „Im vergangenen September haben wir angefangen, an der Fassade kleinere Schäden zu beheben“, erzählt Bürgermeisterin Marita Funk. Risse seien ausgebessert und die Flächen dann gestrichen worden. „Dafür sind Kosten in Höhe von 23 000 Euro angefallen.“

In den Weihnachtsferien war dann der Boden überarbeitet worden. „Solche Arbeiten machen wir immer in den Ferien, damit der Schulsport möglichst ungestört stattfinden kann“, klärt die Rathauschefin auf. Denn für die nahe Grundschule ist die Stadthalle fest als Turnstätte eingeplant.

„Über die Jahre haben sich im Boden Wellen gebildet.“ Funk berichtet, dass die Balken, auf denen der Hallenboden liegt, ursprünglich nur mit Langstabparkett benagelt waren. „In den 60er-Jahren wurden darüber Spanplatten und darauf PVC verlegt.“ Spachtel und Kleber passten nicht zusammen, so entstanden die Wellen. Nun wurde der PVC-Boden samt Kleber entfernt. „Die Spanplatten wurden eben abgeschliffen.“ Darauf kam nun ein Linoleum-Boden, der sowohl nachhaltig, besser zu pflegen als auch leicht federnd sei. Jetzt fehle nur noch die Spielfeld-Markierung, die rot sein werde. „Mit der Grundschule ist abgesprochen, dass wir ein rechteckiges und ein rundes Feld aufkleben.“ Das passe am besten zu deren Nutzung. Aktuell werde zudem in der Küche gewerkelt. „Neue Schränke werden eingebaut, außerdem ein neuer Kühlschrank aufgestellt.“ Dafür nehme die Stadt 8500 Euro in die Hand. Als nächstes stehe noch der neue Boden sowohl für die Bühne und als auch für den Vorraum aus. Gekauft wurde dieser schon, Bürgermeisterin Funk spricht von Linoleum wie beim Hallenboden. 30 000 Euro koste dieser. Was noch nicht berechnet wurde, seien die Verlege-Arbeiten auf Bühne und im Vorraum. „Damit wollen wir warten, bis wieder Ferien sind, eventuell an Ostern, spätestens an Pfingsten.“

Hinweis auf kaputte Duschen

Einen weiteren Hinweis habe sie über die sozialen Medien erhalten, erzählt Funk. Anlässlich ihrer Schilderung der Sanierung habe sie ein Nutzer auf kaputte Duschen aufmerksam gemacht. „Sieben von zehn würden nicht funktionieren.“ Funk habe einem Flaschner bereits den Auftrag erteilt, das zu überprüfen.

Die Stadthalle ist auf zwei Geschossen samt Balustrade rund 250 Quadratmeter groß – zu klein für die Versammlungshalle einer Stadt, wird immer wieder kritisiert. Steht eine Erweiterung oder gar ein Neubau auf Funks Agenda? „Nein, aktuell nicht“, antwortet die 30-Jährige. Lorch habe viele Hallen und Veranstaltungsräume. „Der jetzige Haushalt konzentriert sich auf notwendige Sanierungsmaßnahmen und Investitionen.“ Eine Halle in der Dimension, wie sie schon von manchem thematisiert worden wäre, bedeute Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe. „Das ist mittelfristig nicht geplant.“

Die Grundsteinlegung zur Stadthalle fand am 9. September 1927 statt, im Jahr darauf war das Gebäude fertig. Besitzer war der Turnverein Lorch, die Stadt erwarb die Halle im August 1939. Aktuell werden die Räumlichkeiten von den Gymnastikgruppen des TSV Lorch, den Aikido-Athleten des ASV Lorch sowie der Lorcher Fasnetgesellschaft genutzt.

Eine größere Halle ist mittelfristig nicht geplant.“

Marita Funk,, Bürgermeisterin

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