Meldepflicht ab erstem Tag

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Neue Regelung für Arbeiter in Beherbergungsunterkünften.

Lorch. Im Juni hatte der Lorcher Gemeinderat über schwer greifbare Bewohner von mutmaßlichen Sammelunterkünften im Stadtgebiet diskutiert. Das Bundesmeldegesetz sieht vor, dass Arbeiter erst ab einer Aufenthaltsdauer in Deutschland von drei Monaten gemeldet werden müssen. Offenkundig wechsele die Belegung der Häuser aber entsprechend, mutmaßte das Gremium. Sollte Corona in einer der Unterkünfte ausbrechen, wäre die Nachverfolgung unmöglich, sorgten sich die Räte.

Nun verkündete Bürgermeisterin Marita Funk im Gemeinderat einen "gewissen Teilerfolg". Die Verwaltung habe sich mit dem Problem an höhere Zuständigkeiten gewendet und nun eine Rückmeldung bekommen.

"Weil es sich um gewerbsmäßige Beherbergung handelt, kann die Stadt künftig ab dem ersten Tag des Aufenthalts einen Meldeschein über jeden Bewohner verlangen." Damit sei nun gewährleistet, dass die Verwaltung volle Einsicht in die Personalien der Sammelunterkünfte hat, die es vor allem im Teilort Waldhausen gibt. "Es ist bei uns verzeichnet, wer dort lebt", sagte Funk.

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