Millionenprojekt für schnelles Internet in Lorch startet

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Die Lorcher Grundschule befindet sich im ersten von drei Teilbereichen, die Lorch nacheinander mit schnellem Internet versorgen will.
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Rat hat die Ausschreibung zum Ausbau des schnellen Internets beauftragt. Das „Weiße Flecken“-Programm soll im Mai 2024 vollendet sein.

Lorch

Ende Mai 2024 soll jeder in Lorch im Internet mindestens mit 30 Megabit in der Sekunde unterwegs sein können. So lautet zumindest der Plan, den drei Experten dem Gemeinderat am Donnerstag vorstellten. Das Gremium erfuhr, welche unterversorgten, „weiße Flecken“ in Lorch wann schnelles Internet bekommen und was das alles kostet. Anschließend beschloss es einstimmig, dass die Planung ausgeschrieben werden soll.

Martin Trui, Mareike Hoffmann und Julian Albarracin von der MRK Media AG erklärten, dass Lorch für den Ausbau des schnelleren Internets in drei Bereiche aufgeteilt werde. Jeder Bereich werde nacheinander ausgebaut. Auf einer Übersichtskarte war das gesamte Stadtgebiet zu sehen. Die Einteilungen lassen sich grob in Lorch-Ost, Mitte und Lorch-West unterteilen. Gestartet werde mit dem Gebiet im Osten, mit dabei ist die Lorcher Grundschule sowie das Beutental und das Gewerbegebiet Breitwiesen/Ziegelwiese. Laufe alles so wie geplant, solle der Spatenstich Mitte Dezember 2022 stattfinden. „Bau-Ende ist im Juni 2023“, sagte Julian Albarracin. Dann folge die Inbetriebnahme der Leitungen. Und die Arbeiten im Teilbereich Mitte starten. Hier rechnen die Planer mit sechs Monate Bauzeit, Inbetriebnahme wäre also im Dezember 2023. Woran wiederum der letzte Ausbaubereich anknüpft, der hauptsächlich die Teilorte Waldhausen und Weitmars beinhaltet. „Bau-Ende dieses Clusters ist am 23. Mai 2024“, prognostizierte Albarracin.

25 Kilometer Rohre samt Kabeln würden verlegt, um 438 Hausanschlüsse mit 625 Wohneinheiten zu versorgen, erläuterte Martin Trui. Auf 16,5 Kilometern seien klassische Tiefbauarbeiten nötig, Spülbohrungen gebe es nur auf einer Länge von fünf Kilometern. „Vier Kilometer Rohre hat die Stadt bereits verlegt.“

Zur Planung und Bauleitung, für die 1,17 Millionen Euro veranschlagt werden, kommen 6,39 Millionen Euro geschätzte Baukosten, plus Mehrwertsteuer in Höhe von 1,44 Millionen Euro. „Die Stadt trägt 756 000 Euro plus die Mehrwertsteuer in Höhe von 1,44 Millionen“, rechnete Julian Albarracin vor, den Rest fördere das Land und der Bund.

Bürgermeisterin Marita Funk ergänzte, dass die Stadt dazu einen Betrieb der gewerblichen Art gründe, so dass man die Mehrwertsteuer zurückerhalte. „Wir müssen sie aber vorfinanzieren.“ Sie betonte, dass mit dem Programm alle weißen Flecken in Lorch beseitigt würden, bis auf die Gewerbegebiete Weitmars Süd und Weitmarswiesen. „Aber auch diese sind bereits in Förderprogrammen aufgenommen worden und werden gesondert angegangen.“

Martin Trui legte offen, dass Fachkräftemangel, Materialknappheit, hohe Nachfrage, Rekord-Inflation und die Energiekrise durch den Konflikt in der Ukraine Folgen für Bauzeit und Kosten haben können. Die Fakten und Zahlen seien aber gut geplant. „Und das Seriöseste, das wir Ihnen präsentieren können.“

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