Mit Millionen von Euro die Stadt gestaltet

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Auch die Hauptstraße ist im Zuge der städtebaulichen Sanierung umgestaltet worden.

Die Stadt Lorch zieht nach elfjähriger städtebaulicher Sanierung des Gebiets "Lorch-Süd" Bilanz. Rund 2,4 Millionen Euro an Fördergeldern sind geflossen.

Lorch

Die sanierte Hauptstraße, Kirchstraße, Remsstraße und Stuttgarter Straße, der neue Remsgarten südlich des Bürgerhauses, der neue Karolinensteg: Oliver Tursic nannte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung diese und weitere Maßnahmen, die im Zuge der städtebaulichen Sanierung von "Lorch-Süd" umgesetzt worden waren. Der Hauptamtsleiter erinnerte daran, dass die Stadt 2008 den Bescheid erhalten hatte, dass die Erneuerung des teils zentral gelegenen Stadtgebiets in das Landessanierungsprogramm aufgenommen worden war. Im vergangenen Jahr war der Bewilligungszeitraum abgelaufen. Der Gemeinderat hatte nun die vorliegenden Abrechnungen zur Kenntnis zu nehmen, was das Gremium auch einstimmig tat.

2,4 Millionen Euro Fördergelder waren von Landesseite in teils private, teils bedeutende öffentliche Baumaßnahmen geflossen. Insgesamt waren 14,5 Millionen Euro an Bauinvestitionen getätigt worden. "Das heißt, dass pro Förder-Euro sechs Euro an Folgeinvestitionen ausgelöst wurden", hob Tursic hervor. Sechs Millionen Euro beziehen sich auf öffentliche Gestaltungsmaßnahmen. Etwa die Neugestaltung der Stuttgarter Straße sowie der Haupt- und der Kirchstraße. "Diese verleiht der Innenstadt in diesen Bereichen eine völlig neue städtebauliche Qualität", urteilt die Verwaltung.

Der 2017 erfolgte Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses machte den Weg frei für die Gestaltung der Grünanlage "Remsgarten". Auch der frühere Schillerplatz, jetzt Oriaplatz, war neugestaltet worden. Doch dafür sind keine Fördergelder geflossen. "Weil wir für den Platz früher schon einmal eine Förderung erhalten haben", erklärte Tursic.

Im Wohngebiet südlich der Rems sei die komplett neu gestaltete Remsstraße "ein gelungenes Beispiel für maßvolle und funktionsgerechte Straßenraumgestaltung". Und der neu gebaute Karolinensteg stelle eine wichtige Fuß- und Radwegeverbindung des Quartiers zur Stadtmitte dar.

Auch private Eigentümer nutzten die Förderungen für Sanierungen und Neubauten. Für 14 Maßnahmen, beispielsweise in der Austraße, der Göppinger Straße oder der Hauptstraße, waren zwei Millionen Euro an Zuschüssen geflossen. "Durch Neubautätigkeiten sind im Sanierungsgebiet 22 Wohnungen neu entstanden", sagt die Verwaltung. Im Gebäudebestand konnten 21 Wohnungen zeitgemäß erneuert werden. Das Fazit der Verwaltung: Die "anspruchsvollen Sanierungszielsetzungen" seien weitgehend umgesetzt worden. "Es ist ein attraktiver, lebendiger Stadtmittelpunkt entstanden."

Im Abschlussbericht steht außerdem, dass die Stadt wegen des Pfäffle-Areals einen Antrag auf Bewilligung einer Neumaßnahme stellen möchte. Denn das rund ein Hektar große Areal in der Innenstadt soll mittelfristig frei werden, weil die Firma an einen neuen Standort ziehen möchte. Zur gegebenen Zeit werde ein neuer Förderantrag folgen.

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