Pfarrer Messerschmidts Abschied steht an

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Christof Messerschmidt an seinem Lieblingsplatz im Kirchgarten. Der Pfarrer verlässt Lorch und wird am Sonntag verabschiedet.
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Lorchs Pfarrer Christof Messerschmidt wird am Sonntag verabschiedet.

Lorch. Nach 14 Jahren verlässt Christof Messerschmidt Lorch. Der evangelische Pfarrer wird Dekan im Kirchenbezirk Schwäbisch Hall. Am Sonntag nimmt die Gemeinde im Gottesdienst um 9.30 Uhr Abschied.

„Bis zum 20. September bin ich aber noch im Dienst“, sagt der Pfarrer. Offiziell beginnt sein Dekanat Anfang Oktober. Und auch danach wird der er immer wieder in Lorch sein. Denn seine Frau und beide Söhne bleiben hier wohnen, bis der Jüngste im kommenden Jahr Abitur macht. „Für mich ist es also kein Abschied für immer.“ Für die Gemeinde aber schon, das wisse der Pfarrer: „Ich bin ja dann nicht mehr der Verantwortliche.“

Christof Messerschmidt sitzt im Kirchgarten im Sonnenschein. „Die Sanierung des Gartens, daran werde ich mich als ein Höhepunkt meiner Zeit hier erinnern.“ Auch daran, dass nicht alle glücklich waren über die Pläne. „Wir haben ja auch Bäume gefällt.“ Und das Labyrinth im Gras habe sich auch nicht jedem gleich erschlossen. Doch im Nachhinein käme der Garten bei den Menschen sehr gut an.

Überhaupt die Menschen: „Lorch ist eine tolle, hochengagierte Gemeinde.“ Wenn die Stellenanzeige das transportiert, dann müsse sich schnell ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden, meint Messerschmidt. Ob hauptamtlich oder ehrenamtlich: Die Lorcherinnen und Lorcher brächten viel Zeit, Kreativität und Ideenreichtum mit: „Das war für mich schon ein großes Geschenk.“ Vielleicht nimmt Messerschmidt deswegen noch am Gemeindeausflug nach Halle an der Saale Ende September teil.

Anstrengender Schulunterricht

Woran denkt er noch gerne zurück? „An alles Neue, das wir ausprobiert haben.“ Also zum Beispiel an Aktionen wie das Abseilen vom Kirchturm, an „Bratwurst und Orgelmusik“ oder an die Open-Stage-Veranstaltung im Frühjahr. Gibt es auch Dinge, die der Pfarrer nicht vermissen wird? „Je älter ich wurde, desto anstrengender fand ich den Schulunterricht.“ Als Dekan ist Messerschmidt kein Religionslehrer mehr.

Aber er wird weiterhin für Kindergärten verantwortlich sein. „In Schwäbisch Hall haben wir drei Kitas.“ Die Verantwortung einer Gemeinde für Kindergärten findet er sehr wichtig. „Habe ich das nicht mehr, geht mir der Kontakt zum Alltag der 20- bis 35-Jährigen verloren.“ Der Lorcher Kirchengemeinderat zeige das ganz deutlich: „Da sind wir überdurchschnittlich jung aufgestellt, weil sich Eltern aus den Kitas beteiligen.“

Die Gemeinderäte in Schwäbisch Hall hat Messerschmidt noch nicht alle kennengelernt, nur die Vorsitzenden. Dafür sind einige Pfarrkollegen keine Unbekannten. So leitet zum Beispiel der frühere Lorcher Pfarrer Stefan Engelhart die Gemeinde in Untermünkheim, die zum Haller Kirchenbezirk gehört. „Es gibt wohl auch viele junge, neue Kolleginnen und Kollegen“, erzählt Messerschmidt und bekennt lächelnd: „Ich freue mich auf das Neue, das Unbekannte.“ 

Pfarrer Christof Messerschmidt wird an diesem Sonntag, 11. September, um 9.30 Uhr, in der Lorcher Stadtkirche verabschiedet. 

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