Schüler für Probleme sensibilisiert

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Die Fünftklässler am Friedrich II. setzten sich während der Präventionstage zum Beispiel theoretisch mit den Mechanismen von Mobbing auseinander. ÌFoto: privat

Die Fünftklässler am Gymnasium Friedrich II. in Lorch haben drei Tage lang unter dem Motto „ Gemeinsam Klasse sein“ ihre sozialen Fähigkeiten geschult.

Lorch

Gemeinsam Klasse sein“, unter diesem Motto standen die drei Präventionstage, die in diesem Schuljahr zum ersten Mal in allen fünften Klassen am Gymnasium Friedrich II. in Lorch stattfanden. Anstelle von Fachunterricht wurden die sozialen Fähigkeiten der Kinder geschult, mit dem Ziel, „gemeinsam Klasse“ zu werden. Hierfür war es zunächst einmal wichtig, dass sich alle selbst besser kennenlernen. Nur so sei „es auch leichter, jeden anderen Klassenkameraden so zu akzeptieren, wie er ist – mit all seinen Macken, Ecken und Kanten“, so die Projektverantwortlichen .

Ein Schwerpunkt wurde in diesem Zusammenhang auch auf das Thema Mobbing gelegt, das die Schulwelt nach wie vor intensiv beschäftige. Eine Schwierigkeit bestehe häufig darin, dass erst dann reagiert werden kann, wenn das Mobbing schon (zu) weit fortgeschritten sei, wenn also ein Betroffener sich mit schweren psychischen Folgen konfrontiert sieht. Insofern sei es besonders wichtig, „vor allem junge Schüler für die Problematik zu sensibilisieren und sie darin zu bestärken, sich im Voraus gegen die Ausgrenzung einzelner zu wenden“. Hierfür setzten sich die Fünftklässler zum einen theoretisch mit den Mechanismen von Mobbing auseinander. Zum anderen versetzten sie sich auch selbst in die Lage von Betroffenen, stellten zeichnerisch oder im Theaterspiel wünschenswerte Verhaltensweisen dar und suchten nach Auswegen beziehungsweise Möglichkeiten, Hilfe zu bekommen.

Trotz der Ernsthaftigkeit bestimmter Themen genossen es die Schüler spürbar, dass sie selbst, ihre Persönlichkeit, Erfahrungen und Gefühle im Vordergrund standen. Indem sie auf spielerische Weise über sich und ihr Verhalten reflektierten, konnten sie als Gemeinschaft zusammenwachsen und sind so auch für künftige Schuljahre gut gewappnet.

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