Schutz am Götzenbach kommt

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Der Hochwasserschutz entlang des Götzenbachs soll nun doch schneller als geplant vervollständigt werden. Das hat der Lorcher Gemeinderat einstimmig beschlossen. Foto: Tom
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Der Hochwasserschutz am Götzenbach wird komplett: Die Stadt schreibt die Arbeiten aus. Außerdem gibt's neue Parkplätze am Oriaplatz und Kritik am Regionalplan.

Lorch

Die Stadt möchte den Hochwasserschutz am Götzenbach nun doch schneller als geplant vervollständigen. Einstimmig hat der Rat beschlossen, die Arbeiten von Wilhelmstraße bis Ofengasse Ende des Jahres auszuschreiben. Nach der Vergabe im Frühjahr solle der Bau dann zeitnah beginnen.

Im vergangenen April hatte das Gremium das Projekt aufgeschoben, auf frühestens September 2023. Grund dafür waren Preissteigerungen: Statt 1,4 Millionen hätte das Ganze geschätzt 1,77 Millionen Euro gekostet.

„Nun liegen wir bei 1,79 Millionen Euro“, sagte Stadtbaumeister Achim Waibel. „Wir gehen davon aus, dass sich die Baupreisentwicklung beruhigt hat, es aber auch nicht wesentlich billiger wird.“ Anders als bei den beiden ersten Abschnitten entlang des Götzenbachs erhält die Stadt für den letzten Teil keine Fördergelder.

Je länger das Projekt hinausgeschoben werde, desto später könne der Bau des nötigen Regenüberlaufbeckens in der Götzentalstraße errichtet werden, mahnte Waibel. Zwischen Wilhelmstraße und Ofengasse sollen die Ufermauern erneuert werden, ebenso die dortige Brücke. Der vorhandene Mischwasserkanal soll neu geordnet und die Fahrbahneinläufe frisch angeschlossen werden.

Auf der südlichen Seite des Oriaplatzes wird die Stadt neun Parkflächen markieren. Das hat der Rat bei vier Enthaltungen beschlossen. Eine davon stammte von Bürgermeisterin Marita Funk: „Ich sehe den aktuellen Parkdruck, aber grundsätzlich hat die Innenstadt genug Parkplätze.“ Mario Capezzuto (SPD) erklärte: „Für mich ist das ein repräsentativer Platz, auf den keine Autos gehören.“ Die Parkplätze werden sich südlich der Siegessäule befinden.

Die Region Ostwürttemberg hat den Entwurf eines Regionalplans bei den Kommunen abgeliefert. Für Lorch ist das deswegen bedeutend, weil im PLan geregelt ist, wie sich auch Lorch künftig entwickeln könnte. Der Regionalplan 2035 ist der dritte nach 1983 und 1998 und umfasst 150 Seiten. „Vielem können wir zustimmen“, sagte Bürgermeisterin Funk. Doch manches müsse geändert werden.

Beispielsweise künftige Gewerbeflächen. Vier Hektar weist der Plan dafür auf Lorchs Gemarkung aus: „Darin enthalten ist eine Fläche, die für den Bau eines Rückhaltebeckens reserviert ist.“ Mögliche Flächen etwa entlang der alten Bundesstraße in Richtung Schwäbisch Gmünd seien gar nicht aufgeführt.

Nachbarkreise ansprechen

Funk betonte beim Thema Nahverkehr, dass eine über die Region hinausgehende Abstimmung dringend nötig wäre. Thorsten Fritz (SPD) ergänzte dazu, dass die Nachbarkreise Rems-Murr und Göppingen gerade ihre Nahverkehrspläne überarbeiten. „Wir müssen ganz deutlich werden, dass man dabei auch auf uns schaut.“ Vielleicht sei auch ein neues Konzept für den Busverkehr möglich. Das unterstrich auch Werner Kolb (Freie Wähler). Die Bürgermeisterin sagte zu, zusätzlich dem Landrat zu schreiben: „Wegen der Linienausschreibung der benachbarten Kreise.“

Ein weiterer Punkt betraf die Ausweisung von Flächen für Photovoltaikanlagen. Der Regionalplan sehe hier als Möglichkeit zwei landwirtschaftlich genutzte Flächen bei Rattenharz und Oberkirneck. „Bevor das kommt, sollten zuerst Dachflächen benutzt werden“, sagte Funk. Erich Knödler (CDU) stimmte zu: „Landwirtschaftliche Flächen sind tabu.“

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