Segen macht Mut und gibt Kraft

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Zum besonderen Gottesdienst hatten die Pfarrerinnen und Pfarrer mit der Klosterkirche einen besonderen Raum gewählt.Ì Foto: jps
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Pfarrerinnen und Pfarrer der Gmünder Gemeinden gaben beim Segnungsgottesdienst in der Klosterkirche den Besuchern Raum, ihren persönlichen Segen zu empfangen.

Lorch.

Mit der Klosterkirche haben sich die Pfarrerinnen und Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinden Großdeinbach, Lindach-Mutlangen, Lorch und Weitmars und Waldhausen einen besonderen Ort für einen besonderen Gottesdienst ausgewählt. Segen macht Mut und gibt Rückendeckung, Im Segen steckt Gottes Kraft, diese Kraft wurde in einem Segnungsgottesdienst gefeiert.

Die wunderbare Akustik der Klosterkirche brachte die musikalische Umrahmung von Steffi Jordan auf der Querflöte, Giuseppe Matassa am Euphonium und Andreas Weiß an der E-Orgel berührend zur Geltung. Pfarrer Christof Messerschmidt bedauerte in seiner Begrüßung, auf vier erkrankte Kollegen verzichten zu müssen. Gemeinsam mit den Geistlichen Friederike Fritz, Jochen Leitner und Vikar Maik-Andres Schwarz, zelebrierte der Lorcher Pfarrer den Abendgottesdienst.

Im Gebet pries Pfarrerin Fritz Gottes Güte, die so weit reiche, so weit der Himmel ist, seine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Gottes Gerechtigkeit stehe wie die Berge und sein Recht wie die große Tiefe. Unter dem Schatten seiner göttlichen Flügel fänden die Menschen Zuflucht. Der Gottesdienst möge Hoffnung geben, vor Schaden bewahren und durch den Segen stärken, „das Fundament des Lebens möge Friede sein“.

Im stillen Gebet gab es Raum für die Menschen in der Welt zu beten und alles, was die Anwesenden bewege, mit einfließen zu lassen. In der Lesung verwies Fritz auf Abrahams Berufung und auf dessen Zug nach Kanaan, auf den ihm Gott schickte mit den Worten: „Ich will segnen, die dich segnen. In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden“.

Der Gottesdienst gebe die Möglichkeit „Atem zu holen“ in dieser besonderen Zeit die geprägt ist von der Pandemie, Kriegen und Unruhen meinte Pfarrer Jochen Leitner. Nach Gottesdienst und Segen könne man wieder hinausgehen in die Welt mit all ihrem Segen, in der aber auch Widersprüche zu finden sind. Im Segen wende sich Gott den Menschen persönlich zu, der Segen am Ende eines Gottesdienstes sei nicht das „Schlusssignal“, sondern die Versicherung, Gott geht mit den Menschen in die Welt hinaus, denn Gott wolle begleiten und führen und so mit den Menschen sein. Leitner verglich Gottes Güte und Kraft mit einem Kraftfeld, dass sich auf die Menschen übertrage und diese Gutes tun lasse, um so „für Andere ein Segen zu sein“. Jeder sei „Träger und Empfänger“ von Gottes Segen, nahm er Bezug auf Christi Himmelfahrt. An jenem Tag habe Jesu seine Jünger gesegnet und als Segensträger hinaus in die Welt geschickt, bevor er in den Himmel gehoben wurde.

Pfarrer Messerschmitt erinnerte: Gottes Segen tat Abraham gut und gab ihm den Mut, den ersten Schritt nach Kanaan zu gehen. Pfarrerin Fritz überbrachte die Gedanken der verhinderten Pfarrerin Ulrike Golder. Segen sei „heil sein“, Sicherheit und ein Land ohne Krieg. Segensreich sei auch guter Schlaf. Denn mit gestörtem Schlaf gingen schwere Träume und Gedanken, Ängste und Sorgen einher.

Vier Segensplätze waren vorgesehen, angesichts der Besucheranzahl waren diese „im Überfluss“ meinte Pfarrer Leitner, der aber die Möglichkeit sah, jedem ausführlich seinen persönlichen Segen zugeben.

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