Strom für die Angestellten

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Die Firma Mahle in Lorch hat für seine Angestellten 18 Ladestationen für Elektro-Autos installiert.
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Warum die Firma Mahle in Lorch 18 Ladestationen entlang ihrer Produktionshalle installiert hat.

Lorch

Schwarze, dicke Kabel säumen die komplette Front der Firma Mahle in der Maierhofstraße. Was hat es mit den 18 augenscheinlichen Ladestationen auf sich? Das sind Lademöglichkeiten für Mitarbeiterfahrzeuge, erklärt ein Sprecher des Unternehmens.

Und zwar nach einem Lademanagementsystem des hauseigenen Start-ups „chargeBig“: „Mahle hat eine eigene Lade-Infrastruktur entwickelt, die an mehreren Standorten eingebaut wurde.“ An der Firmenzentrale in Stuttgart-Bad Cannstatt existieren aktuell über 100, die auch genützt würden. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Autos an den Stationen in Lorch laden, konnte der Sprecher nicht sagen. „Allerdings stellen wir lieber eine Ladestation zu viel zur Verfügung als zu wenig.“ Die Fläche vor der Produktionshalle in der Maierhofstraße habe das Unternehmen von der Stadt für die Parkplätze gepachtet. „Sollte die Stadt Interesse daran haben, hier auch öffentliche Ladeanschlüsse betreiben zu wollen, sind wir gerne bereit für Gespräche.“

Das Ladesystem verfolge dabei einen neuen Ansatz, wirbt das Unternehmen: „Statt laden so schnell wie möglich, laden so schnell wie nötig.“ Das Ladekonzept bestehe aus einer zentralen Steuereinheit inklusive fest angeschlagenen Kabeln mit Steckern anstelle von Ladesäulen. „Über ein dynamisches, phasenindividuelles Lastmanagement wird die verfügbare Ladeleistung durch eine zentrale Steuereinheit auf die parkenden Fahrzeuge verteilt.“ So würden Schieflasten im Stromnetz vermieden.

Gedacht sei das Ganze für möglichst viele Teilnehmer, auf die die Strommenge intelligent verteilt werde. Das chargeBIG-System sei damit eine Lösung für Parkflächen, an denen E-Fahrzeuge eine längere Standzeit haben, etwa in Firmenparkhäusern, an Flughäfen, für Flottenbetreiber oder in Tiefgaragen großer Wohnkomplexe. „Der Stuttgarter Flughafen hat sein System von uns.“

Entwicklung neuer Antriebe

Dass der Automobilzulieferer Mahle, der 1920 als Erbauer von Leichtmetallkolben für Motoren gegründet wurde, seinen Weg in Richtung Elektromobilität eingeschlagen hat, liege am weltweiten Wandel, „der einfach stattfindet“. Der Umsatz des Unternehmens basiere nur noch zu 40 Prozent auf dem Verbrennungsmotor. „60 Prozent generieren wir mittlerweile unabhängig davon.“ Etwa im Thermomanagement, also über Kühl- und Heizgeräte. Aber auch mit der Entwicklung neuer Antriebe. Kürzlich stellte Mahle „eine neue E-Motoren-Generation“ vor.

Lieber eine Ladestation zu viel als zu wenig.“

Pressesprecher von Mahle

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