Trends zulassen und Lücken schließen

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Baulücken schließen, Gebäude sanieren: Um den Waldhäuser Ortskern voranzubringen, bewirbt sich die Stadt Lorch für das Landessanierungsprogramm.
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  Wo sich in Lorch und seinen Teilorten Neues entwickelt und wo die Verwaltung die Bebauung von Brachen mit Fördermitteln vorantreiben will.

Lorch

Leider können wir Ihnen derzeit keine städtischen Bauplätze zum Kauf anbieten.“ Dieser Satz steht auf der Internetseite der Stadt Lorch. Was nicht heißt, dass sich nichts tut. Gerade laufe das Bebauungsplanverfahren für das Neubaugebiet Osterwiesen II im Norden von Unterkirneck, sagt Bürgermeisterin Marita Funk. 33 Bauplätze sollen dort entstehen, die 1,6 Millionen Euro Kaufpreis für die 2,3 Hektar große Ackerfläche schlagen im aktuellen städtischen Haushalt zu Buche.

Neben Einfamilienhäusern soll der Bebauungsplan dort auch Reihen- und Doppelhäuser sowie Tiny Houses ermöglichen. Ebenfalls möglich sind die Dachformen Sattel-, Pult, Walm- oder Flachdach, zählt die Rathauschefin auf, die gespannt ist, was sich dort entwickeln wird. Bereits im jüngsten Neubaugebiet Grabenäcker im Norden von Weitmars sei jegliche Dachform verwirklicht worden, beschreibt sie einen Trend. Bis spätestens März will die Verwaltung den Bebauungsplanentwurf mit Informationen zur Bebauung der Osterwiesen in den Gemeinderat einbringen, hatte Kämmerer Daniel Bogner bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs gesagt.

Eine weitere Möglichkeit zur Schaffung neuen Wohnraums ist die Verdichtung. Die stellt angesichts des vieldiskutierten Flächenverbrauchs nicht nur ein wichtiges Instrument dar, wenn es um die Bebauung von Baulücken im Bestand geht, sondern auch in Neubaugebieten. Verdichtung bedeute darum auch, dass in Neubaugebieten zweigeschossiges Bauen möglich ist, sagt Funk.

Um Verdichtung im Bestand soll es bald verstärkt in Waldhausen gehen. Für den Lorcher Teilort möchte die Verwaltung im Herbst einen Antrag für das Landessanierungsprogramm stellen, denn bis dahin soll das entsprechende städtebauliche Konzept stehen, sagt Funk. In das Programm wolle die Stadt im Frühjahr 2023 hineinkommen. Tatsächlich habe es bereits Anfragen aus der Bevölkerung zur Förderung von Gebäudesanierungen oder zum Abbruch von Gebäuden in Waldhausen gegeben, wie es eben dieses Förderprogramm vorsieht. „Ich hoffe, dass da was läuft“, sagt Funk, die etwa brachliegende Hofstellen oder die alte Bücherei für das Programm im Auge hat.

Was das Lorcher Stadtgebiet selbst betrifft, seien bis 2025 keine neuen Baugebiete im Haushaltsplan vorgesehen. Und über noch nicht erfolgten Grunderwerb spreche die Verwaltung nicht, sagt Funk.

Zulauf erwartet

Baugebiete anbieten ist das eine, die Infrastruktur an den Wandel anpassen das andere. Darum soll etwa in Waldhausen eine neue Kindertagesstätte im Ensemble des geplanten Bürgerzentrums entstehen. „Da rechnen wir mit einem gewissen Zulauf“, sagt die Bürgermeisterin. In anderen Gebieten der Gesamtstadt seien hingegen Kinder aus dem Kindergartenalter herausgewachsen, wiederum sei in Häusern, die in den 70er-Jahren gebaut wurden, nun ein Generationswechsel von Alt zu  Jung zu beobachten. All diese Variablen beeinflussen den Bedarf. Gutes Mittel zum Zweck sei hierfür der Kindergartenbedarfsplan. Die Entwicklungen müsse man stets im Blick haben, sagt Funk. Andererseits: „Man kann als Stadt nicht in die Zukunft schauen.“

„Man kann als Stadt nicht in die Zukunft schauen.“

Marita Funk,, Bürgermeisterin
Baulücken schließen, Gebäude sanieren: Um den Waldhäuser Ortskern voranzubringen, bewirbt sich die Stadt Lorch für das Landessanierungsprogramm.

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