Übergangslösung ist verschwunden

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Zwei Jahre lang standen im Lorcher Friedrich-Schweigardt-Weg mehrere Container, in denen der Kindergarten St. Konrad untergebracht war. Im Mai wurden sie abgebaut.
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Im Lorcher Friedrich-Schweigardt-Weg sind die Kita-Container abgebaut worden. Bürgermeisterin Marita Funk erklärt, warum diese dort so lange standen.

Lorch

Nur noch ein grauer Zaun und eine große geschotterte Fläche zeugen im Friedrich-Schweigardt-Weg davon, dass sich hier ein Kindergarten befand. Mehrere Container standen auf dem weitläufigen Gelände und beherbergten die Kinder der katholischen Einrichtung St. Konrad. Deren eigentliches Gebäude in der Gaisgasse wurde umfassend saniert. Im September 2018 waren die drei Kindergartengruppen eingezogen, im Mai 2020 konnten sie in die Gaisgasse zurückkehren.

Ein Jahr später, im Mai 2021, ließ die Stadt die Container schließlich abtransportieren. Bei Mietkosten von 73 800 Euro brutto im Jahr mutet der einjährige Leerstand der Container teuer an. Kann Lorch sich diese Ausgabe leisten? „Die Container standen so lange, weil wir auf die Kindergartenbedarfsplanung gewartet haben“, erklärt Bürgermeisterin Marita Funk. Im Oktober 2020 sei erst klar gewesen, dass die vorhandenen Plätze aktuell ausreichen. „Auch die Anmeldungen übers Online-System Little Bird bis Ende Februar 2021 haben das gezeigt.“ Diese Feststellung habe man abwarten wollen, da die Container im Friedrich-Schweigardt-Weg im gegenteiligen Fall für neue Plätze genutzt hätten werden können. „Die Container abzubauen und später wieder aufzubauen, wäre teurer gewesen als sie stehen zu lassen.“ Zudem habe der Abbau auch zeitlichen Vorlauf benötigt. Was mit der städtischen Fläche nun geschehe, stehe noch nicht fest, sagt die Rathauschefin.

Im Mai 2018 hatte der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport beschlossen, die drei Kindergartengruppen von St. Konrad während des Umbaus komplett auszulagern. „Wir hoffen, dass die Arbeiten so besser und vor allem schneller vorangehen“, hatte der damalige Bürgermeister Karl Bühler gesagt. Die Fläche im Friedrich-Schweigardt-Weg sei die einzige gewesen, auf der man die Möglichkeit dazu gehabt habe.

Ein Provisorium in Waldhausen

Zeitweise war im Gemeinderat diskutiert worden, ob man an dieser Stelle nicht ein Kindergartengebäude bauen wolle. Damals war zwar klar gewesen, dass neue, feste Räume im Stadtgebiet benötigt werden, aber nicht, wo diese entstehen sollen.

Da ein Bau eines neuen Kindergartens nicht von heute auf morgen geschieht, beschloss der Rat, ein Provisorium im Teilort Waldhausen aufzubauen. Seit Oktober 2019 ist dort die städtische Einrichtung „Sonneninsel“ ebenfalls in Containern untergebracht. An dieser Stelle soll nun auch der angedachte Kita-Neubau entstehen, lautet die neuste Entwicklung in der Sache. Im März 2021 entschied der Gemeinderat, hier ein Bürgerzentrum bauen zu lassen, das neben Kita auch Mensa und Ortsbücherei beinhalten solle. Der Standort im Friedrich-Schweigardt-Weg scheint damit vom Tisch.

Die Container standen so lange, weil wir auf die Kindergartenbedarfsplanung gewartet haben.“

Marita Funk,, Bürgermeisterin

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