Wohnhaus in Waldhausen wird Raub der Flammen

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Ein Wohnhaus in Waldhausen steht am Mittwoch in Vollbrand. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfen stundenlang gegen das Feuer an.

Lorch-Waldhausen. Fassungslos stehen am Mittwochvormittag Anlieger in der Kelterstraße in Waldhausen vor ihren Häusern. Ein Nachbarhaus steht in Vollbrand. Oben sieht man nur noch verkohltes Gebälk. Zwar sei die Feuerwehr sehr schnell vor Ort gewesen, "aber da gibt es wohl nicht mehr viel zu retten", hört man aus den Reihen der Anlieger. Auf der Straße liegen derweil zahlreiche Wasserschläuche zur Brandbekämpfung. Was ist passiert? Gegen 8.30 Uhr war bei der Feuerwehr in Lorch der Alarm eingegangen. Ein Einfamilienhaus mit ausgebautem Dach und Keller steht in Flammen – die dunklen Rauchschwaden sind noch weit im westlichen Remstal zu sehen.

"Eine tolle Truppe", äußert sich Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk begeistert über die Einsatzkraft der Feuerwehren aus Lorch und Schwäbisch Gmünd. Diese sind mit rund 40 Kräften und zehn Einsatzfahrzeugen samt Drehleiter vor Ort und haben das Feuer schnell unter Kontrolle. Allerdings können sie das Übergreifen der Flammen auf ein Wohnmobil, das auf dem Nachbargrundstück parkt, nicht mehr verhindern. Aufgrund der starken Rauchentwicklung durch den Vollbrand ist das Wohnhaus zunächst nicht begehbar. Doch es stellt sich laut Polizei glücklicherweise heraus, dass sich zur Zeit des Brandes keine Personen darin befanden. Allerdings wurden zwei Hunde verletzt.

Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie die Johanniter Unfallhilfe, die insgesamt zu zehnt im Einsatz sind, kümmern sich um die Tiere. Schließlich werden die Hunde in tierärztliche Versorgung übergeben. Die Tiere hatten lebensgefährliche Rauchvergiftungen erlitten.

"Ich bin dankbar, dass sich die Rettungsdienste gleich um die Hunde gekümmert haben", sagt Bürgermeisterin Marita Funk, als sie sich vor Ort ein Bild macht. Und weiter: "Die Stadt braucht sich nicht um eine Notunterkunft zu kümmern". Denn die Bewohner des Hauses, das nach dem Brand eher einer Ruine gleicht, könnten bis auf Weiteres bei Verwandten unterkommen. Allerdings sei dies keine endgültige Lösung, betont Bürgermeisterin Marita Funk. Daher suche die Familie nun schnellstmöglich eine Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnung.

Die Polizei schätzt den Sachschaden durch den Brand auf rund eine halbe Million Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen, die nämlich steht laut Polizei bislang noch nicht fest.

Auf der Suche nach einer Wohnung

Nach  dem Vollbrand des Wohnhauses ist dieses nicht mehr nutzbar. Die Familie sucht jetzt dringend eine Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnung, in die auch zwei Hunde einziehen können. Die Stadt unterstützt die Geschädigten und startet einen Aufruf: Wohnungsgeber können sich beim Ordnungsamt der Stadt Lorch, bei Susanne Martin, Telefon (07172) 180 114, melden. Die Verwaltung wird den Kontakt vermitteln.

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Auch Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk ist am Brandort.
Fotos: tom
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