Ziele für Lorch in 2022 festgeklopft

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CDU, SPD und Freie Wähler hielten am Donnerstag ihre Haushaltsreden. Schwerpunkte waren Digitalisierung, Klimaschutz, Sanierungen, Radwege und Freizeitangebote.

Lorch

Welche Projekte soll die Stadt Lorch im Jahr 2022 angehen? Darüber referierten am Donnerstag CDU, Freie Wähler und SPD in der Ratssitzung. Allen Haushaltsreden gemeinsam war das Lob über die geplante Investitionssumme von 11,5 Millionen Euro. „Für dringend notwendige Baumaßnahmen zur Sanierung und zur Verbesserung der Infrastruktur“, meinte Manfred Schramm (SPD), mit „zukunftsorientierten Weichenstellungen“, ergänzte Dr. Dietmar Hermann (CDU). Heinz-Joachim Herzig (Freie Wähler) verwies darauf, dass Überraschungen nicht enthalten seien. „Die Maßnahmen sind zum großen Teil bereits beschlossen worden.“ Saniert werden beispielsweise die Kläranlage und die Stauferschule, neu gebaut die Beutentalbrücke oder der Radweg zwischen Lorch und Weitmars. Viel Geld koste außerdem das neue Baugebiet in Kirneck, der Breitbandausbau und die weitere Digitalisierung der Schulen.

Mehr Sportmöglichkeiten

Daneben möchte die CDU ihr Augenmerk auf Kleinprojekte legen, sagte Hermann: „Projekte, die einen deutlichen Mehrwert für das zukünftige Miteinander bieten.“ Etwa den Bau eines Beach-Spielfeldes für Handball und Volleyball auf dem Schäfersfeld, ergänzt um zwei Boulebahnen. Ebenfalls am Schulzentrum, aber auch am Remsmittelpunkt wünsche man sich Geräte für Freiluft-Kraftsport.

Bei der Digitalisierung solle auch die ältere Generation mitgenommen werden: „Die Stadtverwaltung soll Einführungen in das Thema anbieten.“ Die CDU möchte den Innenstadtberater vom Regionalverband dabei unterstützen, die Lorcher Innenstadt wiederzubeleben. Die Verwaltung solle die Problematik der Querung der Wilhelmstraße neu aufgreifen. Ob eine Unterführung ohne Treppen möglich sei? Hermann sprach sich für Kurzparkparkplätze am Bürgerhaus aus, forderte weitere bunte Staudenbeete im Stadtgebiet und warb dafür, dass Vereine und soziale Einrichtungen einmal im Jahr eine kostenfreie Veranstaltung in den städtischen Hallen durchführen dürfen. 

Die Freien Wähler forderten, dass die Arbeit der Stadtverwaltung und des Gemeinderats digitaler werden solle. Herzig lobte, dass die Elektroarbeiten und der Einbau von WLAN an der Stauferschule geplant sei. Der Fraktionsvorsitzende beantragte außerdem, dass ein Forum Klimaschutz eingerichtet wird. Schon 2019 und 2020 habe er darauf gedrängt. Erfreulich sei, dass am Bahnhof E-Ladestationen aufgestellt werden sollen. „Wir brauchen aber ein Konzept für das gesamte Stadtgebiet.“

Nachholbedarf für Radler

Ebenfalls Klimaschutz bedeute, ein gutes Radwegenetz bereitzustellen. Da sieht Herzig Nachholbedarf. „Beispielsweise an den Haupttrassen an Wilhelmstraße und Maierhofstraße.“ Die Fraktion beantrage, eine Gefährdungs- und Durchgängigkeitsanalyse der Radinfrastruktur zu machen. Die Planungen, in Waldhausen ein Bürgerzentrum mit Kita und mehr zu bauen, unterstütze Herzigs Fraktion. Die Umsetzung müsse aber von verfügbaren Haushaltsmitteln abhängig gemacht werden. Außerdem mahnte Herzig, die Innenstadtverdichtung der Ausweisung von Bauland gleichzustellen.

Die SPD möchte 10  000 Euro für die Planung von Hochwasserschutz am Aimersbach und 25  000 Euro für ein Starkregenrisikomanagement im gesamten Stadtgebiet investieren. Beim neuen Baugebiet in Kirneck drängte Schramm darauf, dass hier „eine möglichst vielfältige Nutzung von Haustypen“ vorgegeben wird, nicht nur Einfamilienhäuser. 30  000 Euro solle in die Hand genommen werden, um in der Lorcher Grundschule die dauerhafte Genehmigung der Ganztagesschule zu sichern. Die SPD möchte die Spielplätze aufgewertet sehen, in der Kernstadt und allen Teilorten. Außerdem solle die Verwaltung erste Schritte für einen Zeit- und Maßnahmenplan zur Erreichung von Klimaneutralität erstellen.

Schramm forderte ein Bürgerrufauto, ein Heimatmuseum, einen Rad- und Fußwegecheck sowie sofort mit den Planungen für einen Neubau der Obdachlosenunterkunft im Steintobel zu beginnen. Man könne sich Dort auch weiteres Bauland vorstellen. Er wies übrigens darauf hin, dass 2021 zwölf „wesentliche Vorschläge aller Fraktionen“ nicht im Gemeinderat zur Sprache gekommen seien. In der Sitzung im Februar wird der Haushaltsplan beschlossen.

11,5 Millionen Euro für zukunftsorientierte Weichenstellungen.“

Dr. Dietmar Hermann, , CDU-Fraktion

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