Schelmenklinge: Zum Ferienstart soll der Weg frei sein

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Die ehrenamtlichen Helfer (v. l.) Dieter Lud, Gunther Belser und Horst Seidenspinner füllen in der Schelmenklinge die Rinnen mit Kies auf, die der jüngste Starkregen dort in den Fußweg gegraben hat.
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Schelmenklingegruppe beseitigt Schäden, die der jüngste Starkregen angerichtet hat.

Lorch. Freude und Zerstörung liegen in der Schelmenklinge eng beieinander. Dass das Bächlein dort in ruhigen Zeiten bis zu 32 Wasserspiele antreibt, erfreut jeden Sommer zahlreiche Besucher. Dass derselbe Bach zur zerstörerischen Naturgewalt anschwellen kann, haben die Mitglieder der Schelmenklingengruppe im Lorcher Albverein am Donnerstag vor zwei Wochen, als in der Ofengasse im Ort Keller vollgelaufen sind, nicht zum ersten Mal erlebt.

Zusammen mit Gunther Belser und Roland Funk hat Horst Seidenspinner an jenem Abend noch schnell eingegriffen, sodass der wegen eines starken Regenschauers stark angeschwollene Bach letztendlich nur fünf der in detailverliebter Tüftelei entstandenen Wasserspiele beschädigt hat, die nun restauriert werden. „Wir kennen uns aus mit Wasser“, sagt der ehemalige Feuerwehrkommandant zu dem schnellen Einsatz. Die drei haben bis zum Einbruch der Nacht Überläufe freigeschaufelt, damit das Wasser statt über den Weg zu schießen wieder im Bachlauf fließen konnte.

Es ist nicht das erste Ereignis dieser Art und im Vergleich zum Starkregen vor drei Jahren, der in Lorch und in der Schelmenklinge verheerenden Schaden angerichtet hat, so glimpflich verlaufen, dass Seidenspinner sagen kann: „Wir tragen's mit Fassung.“ Seither ist Reparieren und Aufräumen angesagt. Täglich waren vergangene Woche zwischen zwei und neun ehrenamtliche Helfer, um in der Schelmenklinge alles in Ordnung zu bringen, berichtet Seidenspinner. Denn zum Ferienbeginn soll der Weg wieder gefahrlos begehbar sein, sollen die Wasserspiele wieder die zu erwartenden, zahlreichen Ausflügler erfreuen.

Damit das klappt, müssen die Rinnen und Löcher, die das Wasser in den Weg gegraben hat, mit Schotter aufgefüllt und begradigt werden. Zum Transport von Material stelle die Stadt einen Schubkarren mit Kettenantrieb zur Verfügung, der bis zu 400 Kilo transportieren kann, erzählt Seidenspinner. Weil der Bach viel Sand gen Tal transportiert hat, werde diese Woche mit Hilfe eines Spezialbaggers der Bachlauf ausgebaggert.

Rechen sollen helfen

Dass der Bach über den Weg schießt, liege auch daran, dass das Gewässer trotz aller regelmäßigen Aufräumarbeiten in der Klinge bei starkem Regen Holz mitführt – „von weiter hinten“, sagt Seidenspinner. Schließlich müsse „alles unter acht Zentimeter Durchmesser“ des ökologischen Gleichgewichts wegen im Wald bleiben. Derlei Hölzer stauen sich, vom Wasser transportiert, gegebenenfalls vor den Verdolungen des Bachlaufs, sodass das Wasser sich Wege geringeren Widerstands sucht. Damit das künftig nicht mehr passiert, sollen vor solchen Durchlässen Rechen installiert werden, erklärt Seidenspinner. Wann, kann er noch nicht sagen, aber: „Vermutlich machen wir’s selber.“ Anja Müller

Schelmenklingegruppe beseitigt Schäden, die der jüngste Starkregen angerichtet hat.
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