Viel Engagement beim H.H.C.

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Beim Handharmonika Club Waldhausen musizieren Jung und Alt. Und das „mit vollem Engagement“, weiß der Vereinsvorsitzende Heiko Cammerer.
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Lorch-Waldhausen

Gleich für vier Projekte hat der Handharmonika-Club Waldhausen (H.H.C.) Zusagen für Fördergelder erhalten. Mit dabei ist das ursprünglich schon für 2020 angedachte Kindermusical „Sternenzauber“ und ein anspruchsvolles TV-Projekt.

Für Vorsitzender Heiko Cammerer ist das ein Lichtblick: „Wir Vereine und Ehrenamtlichen sind der soziale Kitt der Gesellschaft“, erklärt er und bedauert: „Leider stelle ich auch die oft zitierte gesellschaftliche Spaltung fest.“ Die Menschen jenseits der Pandemie mit anderen Dingen wieder zu einen, Perspektive und Zuversicht zu geben, das sei die schwierige Herausforderung. „Und wir machen das – und zwar mit vollem Engagement.“ Die vier Förderzusagen würden diese Entwicklung unterstützen.

Zwei Projekte betreffen die interne Vereinsarbeit. Mit Hilfe des Förderprogramms „Impuls“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) werden alle aktiven Spielerinnen und Spieler einen auswärtigen Probetag erleben. „Und dabei Coldplays ‚Viva la Vida‘ einstudieren“, verrät Pressereferentin Julia Schramel. Das werde das Hauptstück aller anstehenden Proben sein. Cammerer ergänzt, dass daraus unter anderem ein kleines Konzert im November resultieren soll. Außerdem werde das Vorhaben professionell mit Fotos und Videos dokumentiert. „Dadurch stärken wir unsere Gemeinschaft.“

Wie der Verein für die Zukunft fit gemacht werden kann, wird dann am Samstag, 11. September, Thema sein. Und zwar bei einem Workshop für Ausbilder und Mitglieder, den ebenfalls die BKM unter dem Stichwort „Neustart Amateurmusik“ fördert. Die Strategieberaterin Jutta Mettig werde informieren, wie der Verein sich auf die aktuellen Gegebenheiten einstellen kann. „Aber auch wie man Nachwuchs gewinnt und wie wir Strukturen hinterfragen und ändern können“, sagt Schramel.

Die beiden anderen Projekte sind auch für die Öffentlichkeit interessant. Zum einen werde das Musical-Projekt wieder aufgegriffen, mit dem H.H.C., Grundschule und evangelische Kirchengemeinde schon im Jahr 2020 auf die Bühne wollten. „Wir haben eine Verlängerung bis Mitte 2022 und zusätzliche Mittel erhalten“, erzählt Cammerer und verweist auf die Initiative „Musik für alle“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Man plane, im Januar 2022 mit den Proben zu beginnen, um vor den Sommerferien auftreten zu können. Julia Schramel ergänzt, dass die Rollen wieder neu vergeben werden müssen. Bei „Sternenzauber“ werden neben einem 20-köpfigen Schülerorchester rund 30 Schulkinder auf der Bühne stehen. Die Beteiligten hatten das Projekt im März 2020 vorgestellt, kurz vor dem ersten Lockdown.

Das Projekt mit dem wohl größten Planungsumfang trägt den Namen „H.H.C.-TV“. „Wir planen an vier bis sechs Abenden im Herbst und Winter ein 60 bis 90 Minuten-Programm zu bieten“, so Julia Schramel. Und zwar als TV-Programm an festen Terminen: „Als Stream für Zuhause.“ Inhaltlich werden natürlich Auftritte der eigenen Aktiven zu sehen sein. Aber auch Beiträge von Künstlern, die dem Verein verbunden sind, wie Kabarettist Thomas Schwarz oder das weltweit ausgezeichnete Akkordeon-Ensemble Concertino aus Moldawien.

Gleichzeitig soll aber auch ein lokaler Bezug geschaffen werden: „Bürgermeisterin Marita Funk wird sich beteiligen, andere Akteure sind angefragt“, erzählt Heiko Cammerer. Gefördert wird das Vorhaben vom Programm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

„Dadurch stärken wir unsere Gemeinschaft.“

Heiko Cammerer,, Vorsitzender H.H.C.

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