Viele Kunden mit Drogen versorgt

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Durchsuchungen in Asylbewerberunterkünften wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Fellbach/Remshalden. Wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz war die Kriminalpolizeidirektion Waiblingen mit Unterstützung von Kräften des Polizeipräsidiums Aalen am Dienstag zu weiteren Durchsuchungsmaßnahmen im Einsatz in Asylbewerberunterkünften in Fellbach und Remshalden, das teilen die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Aalen gemeinsam mit. Bei dem Einsatz sei ein Haftbefehl vollstreckt sowie eine geringe Menge Marihuana gefunden worden. Der 23-jährige gambische Tatverdächtige wurde von der Polizei in Remshalden festgenommen und noch am Dienstagnachmittag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, nachdem der bestehende Haftbefehl bei einer richterlichen Vorführung in Vollzug gesetzt worden war, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Einsatzmaßnahmen standen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in der Asylbewerberunterkunft Waiblingen-Neustadt und fanden mit den Einsatzmaßnahmen am Dienstag ihren Abschluss.

Verkauf lief weiter

In den vergangenen zwei Jahren hatte es nach Polizeiangaben immer wieder Hinweise gegeben, dass aus dieser Unterkunft heraus mit Betäubungsmitteln gehandelt werde. Bereits im vergangenen Jahr wurden gegen zehn gambische Staatsangehörige Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Diese sollen ihre Betäubungsmittelgeschäfte aus der Unterkunft heraus unternommen haben. Lediglich zwei dieser Tatverdächtigen waren tatsächlich dort wohnhaft gemeldet. Im vergangenen Dezember waren in diesem Zusammenhang acht Haftbefehle vollstreckt worden. Unbeirrt von der damaligen, umfangreichen Polizeiaktion wurde mutmaßlich weiter aus der Unterkunft heraus mit Betäubungsmitteln Handel getrieben, so dass weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen erforderlich wurden, heißt es seitens Staatsanwaltschaft und Polizei. Gegen elf gambische und somalische Staatsangehörige wurden in der Folge Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auch diese Beschuldigten sollen ihre Betäubungsmittelgeschäfte aus der Unterkunft in Waiblingen-Neustadt heraus getätigt haben, wobei lediglich ein Beschuldigter dort wohnhaft gemeldet war.

Bereits im April wurden als Folge dieser Ermittlungen weitere fünf Haftbefehle vollstreckt. Ermittlungen haben gezeigt, dass eine Vielzahl bislang unbekannter Personen, insbesondere auch Jugendliche, ihren Betäubungsmittelbedarf an der dortigen Asylbewerberunterkunft decken konnten. Einer der festgenommenen gambischen Staatsangehörigen hatte mehr als 100 verkaufsfertige Portionen vorrätig. Zur Bewältigung der Gesamtproblematik in den Wohnheimen stehe die Polizei auch in Kontakt mit den örtlichen Behörden.

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