Viele Vorschläge für Waldhausen und Weitmars

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Auch beim zweiten Beteiligungsforum nahmen viele ihre Chance zur Bürgerbeteiligung wahr.

Lorch-Waldhausen. Wie groß das Interesse an Teilhabe in Waldhausen und Weitmars ist, bewies die voll besetzte Remstalhalle am Mittwochabend. Zur Bürgerbeteiligung für den Stadtentwicklungsprozess waren gut 90 Menschen gekommen. Etwa ein Drittel davon stammte aus Weitmars, fragte Verena Vollath ab. Die Projektleiterin vom Architektenbüro Zoll führte zusammen mit Kollege Ruprecht Neulinger in das Thema ein.

„Zeigen Sie uns, was für Sie schön ist, was ein Unort und was Potential für mehr hat“, bat sie. Tatsächlich klebten die Anwesenden so viele Vorschläge an die Pinnwände, dass diese überquollen. Und die Luftaufnahmen der Orte machten deutlich, dass sich viele Meinungen decken. Als rote und damit schlechte Orte wurde in Waldhausen vor allem der Bahnhofsbereich, aber auch die Bundesstraße bezeichnet. Grün war hauptsächlich der Remsmittelpunkt. Und Potential sahen die meisten in der Bahnhofstraße. Hier wünschten sich in der Diskussion danach viele mehr Möglichkeiten, sich begegnen zu können. „Es gibt keine Cafés, einfach nichts“, kritisierte ein Mann.

Wo ist die Mitte in Waldhausen?

Der Dorfladen wurde gelobt, aber: „Die Leute müssen halt auch hier einkaufen.“ Zur richtigen Ortsmitte müsse die Straße wieder werden, mahnten andere und bemängelten die weiten Wege zwischen den verbleibenden Geschäften. Und dass frühere Ladenräume zu Wohnraum umgewandelt wurden.

Außerdem notierten Vollath, Neulinger und Laura Lombardo auch den Wunsch nach mehr Parkplätzen am Kindergarten in der Mühlstraße, die Kritik am Radweg, der an der Bahnhofstraße ende, den Wunsch, Baulücken zu schließen oder die Forderung nach Ganztagesbetreuung sowohl in Schule als auch in den Kindergärten. „Wir brauchen mehr Wohnraum für ältere Menschen“, forderte eine Anwesende und schlug Mehrgenerationenhäuser vor. Regelmäßiger Busverkehr, der Ältere in „die Einkaufsmeile“ in die Lorcher Weststadt bringt, lautete eine Idee - „mit günstigem Seniorenticket.“ Der neue Kindergarten in Waldhausen sei am falschen Ort, er müsse nach Lorch. Und die Ausstattung der Spielplätze sei mangelhaft.

In Weitmars leuchteten rote Punkte mitten aus dem Ort heraus, aber auch am Friedhof und an der B29. Dort lärme der Verkehr vor allem wegen des unebenen Straßenbelags, sagte einer. Andere forderten eine richtige Aussegnungshalle, mehr Spielplätze, mehr Gehwege oder eine Auffahrt an der B29 in Richtung Gmünd.

Zahlreiche Ideen für Weitmars

Kritik hagelte es für die schlechte Busanbindung, fehlende Radwege, langsames Internet oder fehlende Einkaufsmöglichkeiten. „Die Busse und Züge sind nicht aufeinander abgestimmt“, mahnte eine Anwesende, was besonders die Schulkinder betreffe. Schade, dass im Dorfhaus kein Kindertreff mehr stattfinde, meinte einer. Jugendtreffs gebe es auch nicht, was auch in Waldhausen bemängelt wurde. Einen Trimm-dich-Pfad schlugen die Weitmarser vor. Und klagten, dass es auch bei ihnen keine richtige Ortsmitte gebe. „Am ehesten noch beim Kindergarten.“ Der neu gebaut gehöre und die Halle mindestens saniert.

Was in Lorch in der Woche zuvor noch schwierig war, löste in der Remstalhalle das Mehr an Platz: Die Gruppen konnten dank Trennwänden in Ruhe diskutieren. Auffallend war dieses Mal auch die Altersdurchmischung. War in Lorch noch die ältere Generation deutlich in der Mehrzahl, diskutierten nun viele Jüngere mit. Die Veranstaltung für Kirneck, Rattenharz und die Gehöfte ist am Mittwoch, 10. November, um 18 Uhr im Dorfhaus Kirneck. Cornelia Villani

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