Waldhausens neue Brücke eröffnet

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Viele Beteiligte, viele Scheren: Landrat Dr. Joachim Bläse und Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk (Mitte) gaben zusammen mit Vertretern von Kreis, Stadt, Gemeinderat und Baufirmen die neugebaute Remsbrücke in Waldhausen frei.
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Feierlich wurde am Mittwoch die Remsbrücke in Lorch-Waldhausen dem Verkehr übergeben. Die wichtige Durchfahrt war fast elf Monate lang gesperrt gewesen.

„Endlich ist diese Lebensader wieder offen.“

Marita Funk,, Bürgermeisterin

Lorch-Waldhausen.

Mit vielen Scheren wurde am Mittwochmittag die neue Remsbrücke in Lorch-Waldhausen eröffnet. Landrat Dr. Joachim Bläse, Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk sowie Vertreter von Landratsamt, Stadt, Baufirmen, Gemeinderat und Kreisrat durchtrennten gemeinschaftlich ein Band und gaben den Weg frei. „Endlich ist diese infrastrukturelle Lebensader wieder offen“, unterstrich Bürgermeisterin Marita Funk die Bedeutung des Bauwerks, das die zentrale Zufahrt zum Lorcher Teilort darstellt. Seit Februar war dort kein Durchkommen mehr gewesen, weil die rund 80 Jahre alte Brücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde.

Ein Projekt im Wert von immerhin 1,4 Millionen Euro, betonte Landrat Dr. Joachim Bläse als Bauherr. Die Summe wurde sowohl vom Kreis als auch vom Land gestemmt, ist die über die Brücke führende Bahnhofstraße doch eine Kreisstraße. Immerhin 800 000 Euro seien an Landesgeldern geflossen, sagte Bläse. „Gut, dass auch in diesen Zeiten Geld für solche Projekte da ist“, lobte er, auch in Richtung der beiden Kreisräte, die anwesend waren. Lob hatte der Landrat auch für die Waldhäuser übrig. Sie hätten für so lange Zeit Umwege in Kauf genommen, „und ich habe keine Beschwerdebriefe bekommen“, freute sich Bläse. Solche Großprojekte müssten nicht nur von den Verantwortlichen gestemmt werden, was bei der Remsbrücke im Zusammenspiel von Kreis und Stadt sehr ideal gelaufen sei. „Auch die Gemeinschaft muss die Umstände mittragen, das hat hier toll geklappt.“

Bläse erzählte, dass Verwaltungen oft vor der Entscheidung stünden, Bestehendes zu erhalten oder Neues zu bauen. Dabei gehe es meist um viel Geld. „Optimieren ist besser als immer nur Neues um das Neue willen zu schaffen.“ Zwar habe die Remsbrücke wegen ihres Alters und des maroden Zustands nicht saniert werden können: „Doch Standort und Art und Weise sind geblieben.“

Auch an Radler gedacht

Allerdings besser als zuvor: Bauleiter Rainer Bohn erwähnte, dass die Fahrbahn von 5,25 Meter auf 6,50 Meter vergrößert wurde. Außerdem sind die Gehwege auf beiden Seiten deutlich breiter: Auf Seiten der früheren Gaststätte Ostalm ist nun auf 2,75 Metern statt zuvor auf 1,10 Metern Platz sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer. „An die haben wir nämlich gleich mitgedacht“, betonte der Landrat. Künftig führe der Radweg, der entlang der Rems von Plüderhausen herkommt, über die Brücke bis zum Geh- und Radweg entlang der Lorcher Straße, erklärte auch Bürgermeisterin Funk. „Das werden wir auch so beschildern“, sagte sie. Dabei laufe diese Variante wahrscheinlich parallel zum bestehenden Radwegenetz, das laut Beschilderung entlang der Johannes-von-Hieber-Straße, der Uferstraße und dem Pappelweg bis zur Mühlstraße führt.

Bauleiter Bohn berichtet weitere Fakten zur Brücke: 360 Kubikmeter Beton seien verbaut worden, ebenso 350 Tonnen Asphalt und 50 Tonnen Betonstahl. Mit rund 100 Tonnen Flussbausteinen wurden die Uferränder befestigt. Das Tragegerüst weise eine Besonderheit auf: „Dabei haben wir das Fundament der alten Brücke mitverwendet, als Schutz für die neue.“ Diese halte einem hundertjährigen Hochwasser stand und sei um mindestens einen halben Meter höher als ihre Vorgängerin.

Bürgermeisterin Funk erzählte von dem großen Interesse der Bürgerschaft am monatelangen Bau. „Das war lange Gesprächsthema Nummer eins.“ Sie dankte dem Kreis, aber auch den Planern und Firmen für den gelungenen Neubau.

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