Weihnachten in der Natur und drinnen

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Auch im vergangenen Jahr fand der Gottesdienst an Heiligabend im Freien statt. In Waldhausen baute die evangelische Gemeinde einen Lastwagen-Anhänger zur Bühne um.
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Was die einzelnen Kirchengemeinden für die Gottesdienste an Heiligabend in Lorch und Weitmars sowie Waldhausen und Alfdorf planen.

Lorch/Alfdorf

Auch das Zusammenkommen in den Kirchen unterliegt dieser Tage dem Pandemiegeschehen. Pfarrerinnen und Pfarrer setzten das ganze Jahr immer wieder wechselnde Bestimmungen zu Personenanzahl, Hygienevorschriften oder Abstand durch. Viele Gemeinden in der Gesamtstadt Lorch und in Alfdorf haben sich schon Gedanken darüber gemacht, wie der diesjährige Heilige Abend ablaufen soll.

Sowohl in Lorch, als auch in Weitmars und Waldhausen wird wieder draußen gefeiert. „Wir planen zwei Gottesdienste am Kirnbach“, erzählt Waldhausens Pfarrer Lukas Golder. An dem dortigen Spielplatz beim Haus des hiesigen Albvereins soll ein schönes Lichtkonzept für weihnachtliche Stimmung sorgen. Im vergangenen Jahr hatte das Ehepaar Golder für die Gottesdienste auf dem Schulhof noch einen Lastwagen-Anhänger zur Bühne umgestalten lassen. Außerdem wurde ein Film gezeigt.

Keine G-Regelung

„Das fällt dieses Mal weg, wir gehen eher hin zur Natur“, kündigt Golder an. Und meint damit die Szenerie am Waldesrand, wo um 16 Uhr und um 17.30 Uhr gefeiert werden soll. Ein Krippenspiel gebe es nicht, dafür spiele der Posaunenchor Waldhausen beim ersten, und der Musikverein beim zweiten Termin. „Man muss sich nicht anmelden, es gilt keine Einschränkung oder Obergrenze für Menschen, aber dafür das Abstandsgebot.“

In Lorch würden Kinder ein Krippenspiel zwar proben, aber ob es gezeigt werden kann, stehe noch nicht fest, sagte Pfarrer Christof Messerschmidt. In Lorch werde dreimal im Hof der Stadtkirche gefeiert, um 15.30, 17 und 18 Uhr. „In Weitmars ist um 17 Uhr Gottesdienst, ebenfalls vor der Christuskirche.“ Diesen und den in Lorch um halb Vier übernimmt Messerschmidts Kollegin Cornelia Gerstetter. „Wir kennen keine Begrenzung, es kann also jeder kommen.“ Im vergangenen Jahr war die Anzahl noch auf 200 gedeckelt gewesen. Allerdings müsse man sich über die Luca-App oder die Corona-Warn-App oder über einen Kontaktnachverfolgungszettel eintragen. Das ist auch in Waldhausen so.

In Alfdorf hat der Kirchengemeinderat getagt und beschlossen, vier Gottesdienste in Alfdorf und Pfahlbronn anzubieten. Um 15.30 Uhr beginnt der Familiengottesdienst mit Krippenspiel in der Stephanuskirche unter Leitung von Diakon Winfried Hein. Zwei Stunden später, um 17.30 Uhr, empfängt Pfarrer Patrick Steinbacher zur Christvesper. Sowohl für diese Andacht als auch für den Familiengottesdienst gilt, dass man sich über die Internetseite der evangelischen Gemeinde anmelden muss. Das Krippenspiel werde gestreamt und kann dann über die Internetseite angeschaut werden.

In Pfahlbronn im Freien

Für den dritten Gottesdienst in der Stephanuskirche, den Pfarrerin Barbara Rieth um 22 Uhr leitet, ist keine Anmeldung nötig. Ebenso nicht für den Gottesdienst um 16.30 Uhr im Freien, den Pfarrer Steinbacher im Hof der Grundschule in Pfahlbronn abhalten wird. Die Stephanuskirche ist mit 700 Sitzplätzen eine der größten Kirchen im Dekanat, sagt Barbara Rieth: „Deswegen hat der Kirchengemeinderat beschlossen, die Gottesdienste so lange wie möglich in der Kirche anzubieten.“ Dafür müsste der Abstand von zwei Metern zwischen Familien streng eingehalten werden. Die 3G- oder 2G-Regelung greife aber nicht.

Bei der katholischen Gemeinde für Lorch und Alfdorf steht die Sitzung des Kirchengemeinderats noch aus, weswegen keine Informationen zu bekommen waren.

„Man muss sich nicht anmelden, es gilt keine Einschränkung oder Obergrenze für Menschen, aber dafür das Abstandsgebot.“

Lukas Golder, Pfarrer

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