Wenn die Musik Glücksgefühle weckt

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Frank Hosch ist Vorsitzender bei Chorvision.

Frank Hosch ist seit Jahrzehnten Strippenzieher beim Sängerbund und Chorvision. Der 52-Jährige ist aktiver Sänger, Vereinsfunktionär und auch im Eugen-Jaekle-Chorverband.

Oberkochen

Wenn Frank Hosch übers musikalische Genre spricht, quillt ihm die Seele über. Er trägt nicht nur den Vornamen seines Vaters, sondern wohl auch dessen Gene für die Musik.

Frank Hosch sen. war viele Jahre stellvertretender Vorsitzender beim Sängerbund, der heutigen Chorvision Oberkochen. Der Junior fand Freude am Chorgesang. Inzwischen ist er seit über 35 Jahren als Sänger aktiv und trat die Nachfolge seines Vaters als Vize-Vorsitzender an. Daraus wurden 23 Jahre. Seit diesem Jahr ist Frank Hosch Vorsitzender von Chorvision. Ein Strippenzieher, der sich als "Primus inter Pares" versteht und der nicht außen vorlässt, dass der Verein über einen Vorstand verfügt, in dem alle an einem Strang ziehen und für ein tolles Gemeinschaftsgefühl sorgen.

"Musik ist für mich wie Urlaub und vermittelt Glücksgefühl", sagt Frank Hosch, der seit 1996 in Wasseralfingen wohnt und in Aalen aufgewachsen ist. 1982 zog die Familie nach Oberkochen. Da sprang der Funke zum Sängerbund über. Vater Frank Hosch hatte schon beim Liederkranz Unterrombach gesungen, trat dem Sängerbund bei und nahm den kleinen Buben zum Kinderchor mit. Bereits mit 16 Jahren wurde Frank Hosch Mitglied des gemischten Chors.

"Singen und Musik machen haben mich ein Leben lang begleitet", blickt der heutige Vorsitzende von Chorvision zurück. Als Kind frönte er dem Akkordeon, lernte als Autodidakt Keyboard, war viele Jahre als Alleinunterhalter unterwegs. Dem nicht genug. Bei den "Vollblutmusikanten" tritt Frank Hosch im Duett mit Andrea Bühler im Genre der böhmisch-mährischen Blasmusik auf. Nicht ohne Stolz erwähnt der 52-Jährige, dass man dieses Jahr in der Oberstufe wie auch in der Höchststufe die Europameisterschaft gewonnen hat. Am 22. September steigt in Wittlich die nächste Herausforderung beim "Grand Prix."

Seit fast 20 Jahren ist Frank Hosch als Bezirksvorsitzender Aalen im Eugen-Jaekle-Chorverband ehrenamtlich im Einsatz.

Singen und Musik machen haben mich ein Leben lang begleitet.

Frank Hosch Vorsitzender Chorvision Oberkochen

Dass der Sängerbund nach der überragenden 30-jährigen Chorleiter-Ära von Roswitha Maul in einer schwierigen Phase war, lässt Frank Hosch nicht unerwähnt. "Wir haben den Umbruch geschafft und mit Silke Brand seit vier Jahren eine Chorleiterin mit Passform", freut er sich. Heute gibt es offiziell und aktiv "nur" noch "Musica é", den früheren Jungen Chor. Aber die älteren Chormitglieder treffen sich jeden ersten Montag in der "Grube" zum fröhlichen Volksliedersingen. Mit Herz und Leidenschaft, dafür stehe Silke Brand, laudiert Hosch. Man pflegt die Städtepartnerschaft mit Reisen nach Dives-sur-Mer" und jüngst war man im ungarischen Mátészalka.

Singen und die Liebe zum Verein sind bei den Hoschs Familiensache. Tochter Nadja sang schon im Kinderchor, Sohn Marcel ist bei "Musica é" aktiv genau wie Bruder Björn und Schwägerin Karen. Auch Frank Hoschs Schwester Carmen hat schon im Sängerbund gesungen ebenso wie Mutter Irmgard. Nicht zu vergessen Hoschs Gattin Susanne, die gute Seele im Betrieb des Vereins, im Beirat für die fördernden Mitglieder zuständig und als "Hansdampf in allen Gassen".

Beim ältesten weltlichen Oberkochener Verein steht ein runder "Geburtstag" an. Der Sängerbund alias Chorvision wird in diesem Jahr 180 Jahre jung. Gefeiert wird am 20. Oktober im Mühlensaal mit einem großen Konzert, das unter dem Motto "Celebrate the (1)80s" steht.

Er habe ein großes Anliegen, sagt Frank Hosch. Der Verein schaue nach dem Umbruch mit gesundem Optimismus in die Zukunft, aber "wir wollen unbedingt etwas für die Kinder tun". Gesucht werde dringend ein Chorleiter oder eine Chorleiterin für den Nachwuchs, um den Chor auch von unten zukunftsweisend aufzurüsten. Seine Telefonnummer? 0152 54126149.

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