Im Kino

Bullet Train - Blutige Reise

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Läuft im Kinopark Aalen, Traumpalast Gmünd und Regina Ellwangen.
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So richtig blutig und abstrus - das ist offenbar sein Ding. Das hat Brad Pitt zuletzt in Tarantinos „Once upon a time in Hollywood“ bewiesen. Nun gibt es wieder jede Menge effektive Metzelei mit ihm auf der Kinoleinwand zu erleben. Diesmal hat Pitt unter der Regie von Ex-Stuntman David Leitch im „Bullet Train“ Platz genommen. An seiner Seite Hollywood-Stars, die offensichtlich auch Spaß am Profikiller-Dasein haben.

Das muss man auch als Zuschauer - sonst leidet man wie an einer offenen Schusswunde.

Um das geht es: Er ist des Mordens müde und sucht eigentlich den Frieden in der Welt durch Diskussion. Trotzdem springt Auftragskiller Ladybug für einen erkrankten Kollegen ein und steigt in einen japanischen Schnellzug Marke Shinkansen - den Bullet Train. Eigentlich soll er da nur einen Koffer mit Geld sichern - aber auf den haben es andere Auftragskiller auch abgesehen. Es kommt, wie es kommen muss - man geht sich gegenseitig mit allen mörderischen Mitteln an den Kragen ...

Die Stars: Pitt ist cool, diesmal aber eher notgedrungen. Was soll man machen, wenn jeder einem nach dem Leben trachtet? Ständig im Blut waten dank rasanter Rückblenden, mittels derer es rund um den Erdball geht, Aaron Taylor-Johnson als Tangerine und Brian Tyree Henry als Lemon. Ein überzeugend irres Gespann. Sandra Bullock hat einen Auftritt, der zwei Minuten dauert. Was auch immer das soll.

Überraschungen: Züge können pünktlich sein - im Shinkansen bleibt pro Halt einfach nur eine Minute für den Ein- und Ausstieg. Stehe da, wer wolle. Personal scheint es im Zug auch nicht mehr zu geben. Mal sehen, ob die Deutsche Bahn in Zukunft dank angekündigter Stellenoffensive da dann mithalten kann.

Fazit: „Bullet Train“ ist ein wilder Action-Mix, der stark an die Regie von Tarantino, Guy Richie und Matthew Vaughn erinnert. Wer das, schräge Figuren und absurden Witz mag, dem sei die blutige Fahrt durch Japan ans Kinoherz gelegt sein. ⋌Dagmar Oltersdorf

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