Das Skurrile im Normalen einfangen

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Absolventen und Studierende der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zeigen ihre Werke im Kunstverein Aalen. Foto: bk
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Ab Sonntag sind im Kunstverein Aalen Nachwuchskünstler mit „Soft crush“ zu sehen.

Aalen. Der Kunstverein Aalen hat dieses Ausstellungsjahr unter das Motto „Dialog“ gestellt. Denn: „Kunst und Kultur haben in der Gesellschaft keine Sprache bekommen“, sagt die Vorsitzende Ines Mangold-Walter mit Blick auf die Einschränkungen durch die Coronapandemie. Daher wolle man das Thema Dialog verstärkt fördern.

In der zweiten Ausstellung des Jahres kommt nun der künstlerische Nachwuchs zu Wort. Elf Absolventen und Studierende der Fachklasse von Professor Christoph Ruckhäberle von der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig laden zum Dialog mit ihren Werken ein. Die Ausstellung wird am kommenden Sonntag, 18. September, in den Räumen des Kunstvereins eröffnet.

Ines Mangold-Walter freut sich, dass die Schau wie geplant zustande kommt. „Hochschule und Professor genießen einen unglaublich guten Ruf und internationales Renommee“, sagt die Vorsitzende. Aufgrund der großen Nachfrage und mehrerer parallel stattfindender Ausstellungen war anfangs nicht klar, ob genügend Arbeiten zur Verfügung stehen würden.

Zustande kam die Ausstellung durch Lu Potemka von der gleichnamigen Leipziger Galerie. Sie knüpfte die Kontakte und wird zur Vernissage die Einführungsrede übernehmen. Mehr als 70 Arbeiten werden ab Sonntag zu sehen sein, darunter Ölmalerei auf Leinwand, experimentelle Techniken, Drucke sowie digitale Arbeiten. Auch wenn die Nachwuchskünstler in einer Fachklasse zusammenarbeiten, entwickeln sie doch ganz verschiedene Positionen und Stile.

Das Skurrile im vermeintlich Normalen zeigt Gustav Sonntag. Er ist mit drei großformatigen Bildern vertreten sowie dem dreiteiligen „Scheuklappenzyklus“.

Szenen aus dem Alltag, Darstellungen und Porträts von Verweilenden zeigen die Werke von Hella Stoletztki. Josephine Jannack arbeitet dagegen abstrakt, erschafft in ihren Werken eine „Zwischenwelt, die nicht die unsere ist“, sagt sie im Pressegespräch. Der aus Aalen stammende Tobias Kerger ist mit Collagen vertreten, während sich Nick Horter in zwei Videoarbeiten mit kritischer Männlichkeit auseinandersetzt. ⋌Beate Krannich

Die Vernissage im Kunstverein Aalen, Marktplatz 4, ist am Sonntag, 18. September, um 11 Uhr. Die Einführung hält Lu Potemka von der Galerie Potemka Leipzig. Matthias Kehrle und Axel Nagel sorgen für die musikalische Umrahmung. Die Ausstellung ist bis 30. Oktober zu sehen.

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