Neu im Kino

Dune - der Wüstenplanet

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„Dune“ läuft im Kinopark Aalen, Traumpalast Gmünd und Regina Ellwangen.
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Die SchwäPo hat sich den neuen Film von Denis Villeneuve angeschaut.

Aalen. Das geht nur auf der großen Leinwand: Dystopische Landschaften, die einem dem Atem rauben, drohendes Dauerwummern im Ohr, das bis in die Synapsen schießt, und Gesichter, an denen man in Überlebensgröße jedes nervöse Muskelzucken wahrnimmt. Mit „Dune“ hat Regisseur Denis Villeneuve sich einen, wenn nicht den Klassiker der Science-Fiction-Literatur vorgenommen: Frank Herberts „Dune“ aus dem Jahr 1965. Auch David Lynch hat sich dem Stoff schon mal in seiner ganz eigenen Filmsprache gewidmet. Eher sperrig, es wurde kein Kassenschlager daraus. Villeneuve hat schon mit dem „Blade Runner 2049“ keinen Schiffbruch erlitten. „Dune“ beweist einmal mehr: Der Mann kann's.

Darum geht es: Paul Atreides (Timothee Chalamet) hat ein schweres Erbe. Er soll eigentlich in die Fußstapfen seines Vaters Leto treten (Oscar Isaac), einem klugen Herrscher mit Biss. Doch Paul plagen Zukunftsvisionen, die ihm Angst einjagen. Die begleiten ihn auch, als die Atreides vom galaktischen Imperator den Wüstenplaneten Arrakis zugesprochen bekommen. Die Aufgabe: das „Spice“, eine Droge abzubauen – trotz des Widerstandes der auf Arrakis lebenden Fremen und gigantischen Sandwürmern. Verrat und die Armee des ehemaligen Herrschers des Planeten, Baron Harkonnen (Stellen Skarsgard), dezimieren den Hofstaat um Herzog Leto empfindlich. Paul steht zusammen mit seiner Mutter Jessica allein vor den so fremd erscheinenden Fremen, die auf den Erlöser warten.

Fazit: Villeneuve hat großartige Bilder geschaffen. Nicht durch die Ausstattung von Raumschiffen und dunklen, funktional erscheinenden Räumen. Die kennt man so oder ähnlich schon aus anderen Science-Fiction-Filmen. Sondern dadurch, wie er sie mit Licht und Schatten komponiert hat, mit Wüste, Küste, Wasser und All. Filmische Gemälde, in denen Dialoge nicht überfrachtet sind und nicht krampfhaft nach einer witzigen Komponente gesucht wird. Es geht um Macht, Ausbeutung, Unterdrückung, Verantwortung und fanatischen Glauben. Es geht um die Themen unserer Zeit.
Dagmar Oltersdorf

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