Theatertage 2023 steigen in Aalen

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Szene aus "Das Heimatkleid" - eine Produktion, die mit dem "Goldenen Pinguin" am Schlosstheater Moers ausgezeichnet wurde. Archivfoto: Theater der Stadt Aalen/Peter Schlipf
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Aalen wird für zehn Tage Theaterhauptstadt des Landes. Wie Festivalatmosphäre geschaffen werden soll.

Aalen. In ziemlich genau einem Jahr verwandelt sich Aalen in die baden-württembergische Theaterhauptstadt. Für zehn Tage. Mit dieser Neuigkeit ist am Dienstagnachmittag das Theater der Stadt Aalen an die Öffentlichkeit gegangen. „Wir richten die 26. Baden-Württembergischen Theatertage aus“, informiert Intendant Tonio Kleinknecht.

Das wird geboten: Das ist ein echtes Highlight. Nicht nur für das Theater selbst. Sondern für die Stadt, die Region und vor allem für die Menschen hier. Zwischen dem 19. und dem 28. Mai 2023 kommt alles an Theater in die Region, was das Land zu bieten hat. Kleine Bühnen, große, private und staatliche Einrichtungen, Stadt- und Landestheater. Rund 30 Produktionen werden zu sehen sein, in und um Aalen.

„Das ist eine Werkschau der baden-württembergischen Theater“, sagt Kleinknecht. Ein Drittel davon sollen Kinder- und Jugendtheater ausmachen. Der Arbeitskreis dieses Bereichs wird für eine Woche vor Ort sein, also nicht nur für Aufführungen. Da wird auch so gewerkelt, geschafft, an neuen Ideen getüftelt. „Wir hoffen, dass da eine richtige Festivalatmosphäre entsteht.“ Gespielt werden soll im kompletten Kulturbahnhof, auch im Alten Rathaus, die großen Produktionen in der Stadthalle.

Dazwischen gepackt sind Diskussionen, Kino, Filme, Beiträge von Kollegen der bildenden Kunst, Musik aus Aalen. Kurz gesagt: ein attraktives Begleitprogramm. Gespräche zwischen den künstlerischen Teams sollen einen lebendigen Austausch bringen und Laien die Möglichkeit bieten, hinter die Kulissen zu schauen.

Das Motto dieser Tage: „Täglich Kunst“. Was in Berlin eine Selbstverständlichkeit ist, ist es im ländlichen Raum eben nicht, dass Kulturelles, wann immer man Lust drauf hat, verfügbar ist. „Da wollen wir einen starken Impuls setzen“, ergänzt die stellvertretende Intendantin Tina Brüggemann. Ein klein wenig Hauptstadtfeeling auf die Ostalb holen. Denn, zitiert Kleinknecht, Kunst sei so wichtig wie das täglich Brot.

Den Aalener Theaterleuten schwebt ein wirkliches Event vor, so dass Kulturbahnhof und Stadtoval zu einem Ort der Begegnung werden: mit Tischen in der Sonne, leckerem Essen, intensivem künstlerischen Austausch. Kreativität in entspannter Atmosphäre. Gemeinsames Ideenspinnen, Projekte andenken. „So ein richtiger Theaterrausch“, wünscht sich Tina Brüggemann. „Kunst in der Stadt, Stadt voller Kunst.“

Panja Tillmann-Mumm

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