Arbeitsmarkt und der Ukraine-Krieg

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Arbeitskräfte sehr gefragt - Jobcenter meldet 1.100 Bedarfsgemeinschaften durch Ukraine-Flüchtlinge.

Aalen. Insgesamt zufrieden mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist der Geschäftsführer des Job-Centers, Thomas Koch. Im Kreisausschuss für Arbeit präsentierte er Zahlen.

Demnach hat die Gesamtnachfrage nach Arbeitskräften stark angezogen. Im Juli 2022 sind die gemeldeten Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 92,4 Prozent von 1.893 auf 3.643 Stellen gestiegen. Bei rund 78 Prozent der offenen Stellen werden Fachkräfte und Experten nachgefragt. „Ohne die Ukraine-Flüchtlinge hätten wir wieder Zahlen wie 2019“, sagte Koch.

Aufgrund der Fluchtmigration aus der Ukraine seien im Jobcenter aktuell 1100 zusätzliche Bedarfsgemeinschaften gemeldet. Darunter seien rund 1500 erwerbsfähige Leistungsberechtigte zwischen 15 und 64 Jahren. Diese würden auch 2023 vorrangig Sprachkurse besuchen, so Koch. Viele Frauen hätten Hochschulabschlüsse, aber nie in ihren Studienberufen gearbeitet. Auch Englischkenntnisse hätten hiervon nur wenige.

Der Landkreis hat insgesamt 3300 Ukraine-Flüchtlinge aufgenommen, ergänzte Sozialdezernentin Julia Urtel Zahlen. 750 Geflüchtete wohnten in Kreisunterkünften, die nun zu 90 Prozent belegt sind. In Gmünd gingen erste Notunterkünfte in Betrieb, auch die LEA in Ellwangen stoße an Grenzen. ⋌Martin Simon

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