Schwerer Verkehrsunfall am Neujahrsmorgen

Drei junge Menschen sterben auf B19 bei Oberkochen

Oberkochen. Vier Stunden und 40 Minuten war das neue Jahr alt, als auf der Bundesstraße 19 bei Oberkochen zwei Autos frontal ineinander fuhren. Drei junge Menschen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren starben an der Unfallstelle, zwei weitere schweben in Lebensgefahr.

Vier Stunden und 40 Minuten war das neue Jahr alt, als auf der Bundesstraße 19 bei Oberkochen zwei Autos frontal ineinander fuhren. Drei junge Menschen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren starben an der Unfallstelle, zwei weitere schweben in Lebensgefahr. Der Unfall ereignete sich auf der B 19, die als Umgehungsstraße um Oberkochen herumführt, genau zwischen den Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle Oberkochen-Nord, auf der Strecke Heidenheim/Aalen.Zur endgültigen Klärung des Unfallablaufs wird im Laufe des Vormittags ein Unfallsachverständiger hinzugezogen. Nach dem derzeitigen Stand der Polizei war ein Mitsubishi aus Richtung Heidenheim/Königsbronn in Richtung Aalen unterwegs. Unmittelbar auf Höhe der Abfahrt nach Oberkochen kam der Wagen in einer beginnenden, leichten Linkskurve mit den rechten Rädern auf den Grünstreifen. Beim Bemühen das Fahrzeug zurück auf die Straße zu bringen brach der Pkw nach links aus und geriet in der Folge auf den Gegenfahrstreifen, wo er quer, mit der Beifahrerseite auf einen ordnungsgemäß entgegen kommenden Polo prallte. Der Polo wurde durch die Aufprallwucht etwa 30 Meter entgegen seiner Fahrtrichtung zurückgeschleudert, beide Fahrzeuge überschlugen sich und blieben jeweils auf den Dächern liegen. Insgesamt fünf Insassen wurden in den beiden Autos eingeklemmt, vier Personen im Mitsubishi, die Fahrerin im Polo. Als die Rettungsdienste an die Unfallstelle fuhren, herrschte leichte Straßenglätte durch überfrorene Nässe. An der Unfallstelle war schon vor dem Unfall ein Streufahrzeug durchgefahren, die Fahrbahnoberfläche war getaut, die Fahrbahnränder waren vereist.  Die Feuerwehr Oberkochen war bereits kurz nach dem Unfall mit 24 Mann im Einsatz und musste alle fünf Insassen mit Rettungsschere und Spreizer aus den Fahrzeugen befreien. Die Feuerwehr Aalen war zur Unterstützung alarmiert worden und mit weiteren 10 Mann im Einsatz.  Bei drei Insassen des Mitsubishi konnte durch den Notarzt an der Unfallstelle nur noch der Tod festgestellt werden, ein Mitfahrer des Mitsubishi und die Fahrerin des Polo wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in die umliegenden Krankenhäuser verbracht.  Da - so vermutet die Polizei - wohl alle vier Insassen des Mitsubishis nicht angeschnallt waren, stehen deren Sitzpositionen noch nicht einwandfrei fest. Die Ermittlung der Sitzpositionen dient auch der endgültigen Klärung der Fahrereigenschaft.  Laut den mitgeführten Ausweispapieren handelt es sich bei den Opfern um einen 19-Jährigen aus einem Aalener Teilort und zwei Frauen im Alter von 19 und 21 Jahren, die beide aus einer Gemeinde im Altkreis Aalen stammen. Die Identifizierungsmaßnamen seien noch nicht abgeschlossen, so die Polizei. Die Personalien des vierten, lebensgefährlich verletzten Insassen konnten bislang noch nicht ermittelt werden.   Die ebenfalls lebensgefährlich verletzte Fahrerin des Polo ist eine 32-jährige Frau aus dem Kreis Heidenheim.  Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Die Bundesstraße ist im Bereich der Unfallstelle derzeit noch voll gesperrt und wird im Laufe des Vormittags nach der polizeilichen Spurensicherung bei Tageslicht und nach Abschluss der gutachterlichen Tätigkeit wieder freigegeben werden.  Die Umleitungsmaßnahmen erfolgen über die parallel zur Bundesstraße verlaufende Kreisstraße 3292 und die Ortschaften Ober- und Unterkochen.

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