Eva Mahr und Vivian Bergjann siegen

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"Lesen bereichert das Leben", findet Bürgermeister-Stellvertreter Professor Günter Titze bei seiner Begrüßung in Böbingen. Es bereichert das Leben besonders, wenn man so gut (vor)lesen kann, wie Eva Mahr aus Rechberg und Vivien Bergjann aus Aalen. Die beiden sind Siegerinnen in Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs und vertreten die Ostalb am 15. April beim Bezirksentscheid in Backnang.

Es ist ein ganz besonderer Vorlesewettbewerb in diesem Jahr. Zum ersten Mal messen sich die Mädchen und Buben nicht getrennt nach Schularten. Unterteilt wird der Wettbewerb vielmehr nach dem kommunalen Alphabet: Die Sieger aus den Schulorten Aalen bis Lorch lesen in Böbingen, die besten Vorleser der Schulorte Mögglingen bis Wört treten in Westhausen gegeneinander an. Nicht alle finden dieses Konzept des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gut. Die Jurymitglieder, die seit Jahren diesen Wettbewerb auf der Ostalb begleiten, vermissen die ganz besonders schöne Atmosphäre, die immer beim Wettstreit zwischen Haupt-, Werkreal- und Sonderschulen geherrscht habe. "Hoffentlich wird das wieder geändert", meinen sie. Abgesehen davon, erleben die vielen Zuhörer aber einen spannenden Wettbewerb. Die insgesamt 32 Sechstklässler, die alle bereits Sieger ihrer jeweiligen Schule sind, haben selbst ihre Lieblingsbücher mitgebracht, aus denen sie in der ersten Runde eine selbst ausgewählte Stelle vortragen. Bewertet werden Sicherheit und Lesefluss, Aussprache, Lesetempo und sinngemäße Betonung. "Wenn sich ein Kind verspricht, ist das nicht schlimm", versichert Gabi Stark vom Schulamt des Ostalbkreises, die den Wettbewerb organisiert. Schulrat Roland Dangelmaier vom Staatlichen Schulamt Göppingen legt sich als Juror am liebsten in seinem Stuhl zurück und lauscht dem Vortrag mit geschlossenen Augen. Gut ist, was sich anhört, als würde eine Geschichte erzählt. Noch spannender ist dieser Test beim Überraschungstext, den die Mädchen und Buben im zweiten Teil des Wettbewerbs präsentieren müssen. Als Leiterin der Jury hat Bibliothekarin Margit Baumann witzige Alltagsgeschichten ausgesucht. In Westhausen lesen die Sechstklässler aus dem Buch "Außerirdisch ist woanders" von Susan Opel-Götz und in Böbingen hört das Publikum jeweils zweiminütige Ausschnitte aus dem Buch "Dilip und der Urknall und was danach bei uns geschah" von Salah Naoura. Am Ende fällt das Urteil den sechs Juroren, zu denen auch Corinna Pavel, die örtlichen Rektoren Günter Vogt (Probsteischule) und Helmut Brenner (Schule am Römerkastell) sowie Karin Henninger von der Buchhandlung Herwig gehören, das Urteil schwer. "Alle Kinder haben ihr Bestes gegeben und keines hat sich blamiert", betont Gabi Stark und manchmal sei es wie verhext gewesen: diejenigen, die beim Wahltext besser waren, haben sich beim Überraschungstext verhaspelt – und umgekehrt. Für ein tolles Rahmenprogramm sorgten in Westhausen die Boomwhackers und die Bläsergruppe unter Leitung von Peter Waldenmaier sowie in Böbingen die Jugend-musiziert-Preisträgerin Charlie Magdalene Thomas (Violine), die von Jonathan Thomas begleitet wurde.

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