Impfen gegen Corona: Pro und Contra

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Impfen: Pro und Contra
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Drei Fragen und zwei Menschen aus dem Ostalbkreis - sie sagen uns, warum sie sich für oder gegen eine Impfung entschieden haben.

Contra Impfung: Ann-Kathrin

Ann-Kathrin (31) ist Vertriebsmitarbeiterin.

Gegen Corona lasse ich mich...

... nicht impfen, da ich kein Teil einer groß angelegten Medikamentenstudie sein möchte. Es gibt weder zum Virus noch zum Impfstoff Langzeiterkenntnisse. Es gibt keine Studien zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und es wurden keine Studien zur Genotoxizität und Karzogenität gemacht.  Der Impfstoff wurde innerhalb eines Jahres entwickelt und zugelassen. Zum Vergleich: Die Entwicklung und Erprobung des Impfstoffs gegen Malaria hat 30 Jahre gedauert. Das Bundesministerium für Gesundheit schreibt: Die Infektion verläuft in den meisten Fällen mild und ist für die meisten Menschen nicht lebensbedrohlich. Warum sollten sich dann aber die meisten Menschen und bald unsere Kinder mit einem nicht erprobten Impfstoff impfen lassen? Als gesunder Mensch werde ich diskriminiert, weil ich mich nicht impfen lassen möchte. Es wird um meine Grundrechte verhandelt. Laut Ethikrat sollen die Beschränkung der Grundrechte und meiner Freiheit ein Anreiz zur Impfung sein. Ein anderes Wort wäre Erpressung.

Die Corona-Politik ist für mich ...

... absolut erschreckend! Durch Tests und ein wildes Durcheinander von Zahlen wird ein pandemischer Zustand künstlich am Leben erhalten. Dass Inzidenzwerte keinerlei Aussagekraft über das tatsächliche Infektionsgeschehen haben, sollte nun ja allgemein bekannt sein. Trotzdem werden uns auf dieser Grundlage weiterhin Zwänge auferlegt. Dass Intensivstationen ausgelastet sind und Pflegekräfte seit Jahren am Limit arbeiten, ist traurigerweise keine neue Erkenntnis. Corona kommt hier nur noch on top. Beispielsweise werden Krankenhäuser seit letztem Jahr nur noch bezuschusst, wenn Intensivstationen maximal ausgelastet sind. Teilweise wurden entsprechende Betten abgebaut. Es wird Angst geschürt und manipulativ eingesetzt. Bekanntlich ist Angst aber nie ein guter Ratgeber, wie man an den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der Zwangsmaßnahmen erkennt. Hier fehlt absolut die Verhältnismäßigkeit.

In meinem Bekanntenkreis ...

... wird meine Haltung kritisch betrachtet. Die meisten stimmen mir nur teilweise zu. Aber auch das ist gut so, solange man sich selbst Gedanken macht und für sich entscheidet, welchen Standpunkt man vertreten möchte. Am wichtigsten finde ich, selbst zu denken und nicht für sich denken zu lassen. Denn nur weil alle es machen, wird aus falsch noch lange nicht richtig. Corona bleibt ein schwieriges Diskussionsthema. Hier gibt es oft leider nur schwarz oder weiß. Eine kritische Betrachtungsweise wird selten akzeptiert.

Pro Impfung: Wilhelm

Wilhelm (68) ist im Unruhestand.

Gegen Corona lasse ich mich ...

... impfen, um mich und andere davor zu schützen.

Die Corona Politik ist für mich ...

... zu lange und zu lasch angegangen worden und eine klare Zuständigkeit (Bund/Länder) hat teilweise gefehlt.

In meinem Bekanntenkreis ...

... gibt es niemanden, der sich nicht impfen lassen wird, zu Beginn gab es noch Skeptiker, jetzt nicht mehr.

Chefredakteur Lars Reckermann: In eigener Sache

Lars Reckermann.

„Andere Meinungen zuzulassen, ist ein Grundpfeiler jeder Demokratie. Natürlich: Die Corona-Maßnahmen polarisieren. Ein Teil der Gesellschaft steht hinter dem Lockdown, ein anderer Teil wiederum stellt ihn infrage. Wie kann man zwischen den beiden Polen journalistisch vermitteln? Vielleicht wäre ein Anfang, einmal die eine „und“ die andere Meinung kompakt abzubilden, ihr dadurch auch Gesichter zu geben. Wir haben zwei Menschen von der Ostalb gebeten, uns drei Fragen zum Thema „Impfen gegen Corona“ zu beantworten. Beide hatten gleich viele Zeilen für die Beantwortung zur Verfügung. Die eine Seite hat die Zeilenzahl genutzt, die andere nicht. Das erwähne ich völlig wertfrei. Eigentlich müssen wir Journalisten die Aussagen einordnen, sie bewerten und auf Wahrheit überprüfen. Dieses Mal lassen wir die Antworten (ungekürzt) so stehen, um ungefilterte Argumente der einen oder anderen Seite zu dokumentieren.

Wer tiefer ins Thema „Corona“ eintauchen möchte, findet hier den Link von „Correctiv“. „Correctiv“ ist ein spendenfinanzierte Recherchezentrum in Deutschland, in deren Zentrum der investigative Journalismus steht. Mit einer eigenständigen Faktencheck-Redaktion setzt sich „Correctiv“ gegen Falschinformationen ein.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.“

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