Vor dem Klinik-Podium: Der Ton wird rauer

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Der komplette Vorstand der Kliniken Ostalb, Prof. Ulrich Solzbach (Vorsitzender), Thomas Schneider (Finanzen) und Sylvia Pansow (Personal) stehen im Park am alten Bahndamm in Böbingen den Redaktionsleitern Jürgen Steck und Michael Länge Rede und Antwort. Chefredakteur Lars Reckermann moderiert.
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Die kommunalpolitische Diskussion um die Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis verschärft sich - Klinik-Vorstand stellt sich an diesem Montag in Böbingen den Fragen der Redaktion und der Bürger.

Aalen/Böbingen. Der Ton wird rauer in der Debatte darüber, mit welchem Konzept die Kliniken im Ostalbkreis am besten in die Zukunft geführt werden können. Die Ausgangslage: Die Kosten laufen immer mehr aus dem Ruder – zuletzt sind es 20 Millionen Euro, die der Landkreis zur Finanzierung der drei Kliniken in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd – zuschießen muss. Hinzu kommen Personalprobleme, die sich wegen des demografischen Wandels weiter zuspitzen werden. Und es gibt Herausforderungen wegen bundespolitischer Vorgaben an die Krankenhäuser.

Momentan liegen mehrere Handlungsvarianten auf dem Tisch. Dabei zeichnet sich ab, dass eine Beibehaltung der drei Klinikstandorte, wie es sie aktuell in Aalen, Ellwangen und Mutlangen gibt, immer unwahrscheinlicher wird. In der Diskussion ist eine Reduzierung von drei auf zwei Klinikstandorte. Zur Debatte steht zum einen, die Kliniken in Aalen und Ellwangen in einem Neubau zusammenzuführen. Gleichzeitig würde das Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd als Standort weiter betrieben, jedoch mit weniger Betten als bisher und strukturell neu entwickelt. Eine zweite Alternative sieht vor, dass die Häuser in Schwäbisch Gmünd und Aalen zu einem großen, neu gebauten Regionalversorgungskrankenhaus zusammengelegt werden. Dabei bliebe die Ellwanger St.-Anna-Virngrund-Klinik als Haus der Basis- und Grundversorgung bestehen.

Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis

Schwäbische Post und Gmünder Tagespost bieten zum Thema „Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis“ eine Podiumsdiskussion: an diesem Montag, 13. Juni, 18.30 Uhr, in Böbingen am Park am alten Bahndamm. Der komplette Vorstand der Kliniken Ostalb, Prof. Ulrich Solzbach (Vorsitzender), Thomas Schneider (Finanzen) und Sylvia Pansow (Personal) stehen im Park am alten Bahndamm in Böbingen den Redaktionsleitern Jürgen Steck und Michael Länge Rede und Antwort.

Im Vorfeld kochen die Emotionen hoch. Der Schwäbisch Gmünder Oberbürgermeister hat sich in dieser Woche für das Stauferklinikum in die Bresche geworfen und gesagt, die Zerschlagung des erfolgreichen Stauferklinikums würde keinen Sinn machen, zumal dort gerade mehr als 20 Millionen Euro für die Notaufnahme investiert worden seien – und verwies auch auf die Bevölkerungsdichte, die im Westen des Ostalbkreises deutlich höher sei als im Osten.

Der Aalener Oberbürgermeister Frederick Brütting hatte sich zuletzt klar für den Erhalt der Kliniken in Aalen und in Schwäbisch Gmünd ausgesprochen – und sich auch gegen einen Neubau auf der grünen Wiese ausgesprochen. Weil er sich skeptisch in Bezug auf den Erhalt der Virngrundklinik in der jetzigen Form in Ellwangen ausgesprochen hatte, kam von dort am Freitag eine heftige Gegenrede. Oberbürgermeister Michael Dambacher sprach Brütting „unprofessionelles Verhalten“ vor. Dass der Aalener OB das brisante Thema zu diesem Zeitpunkt und auf diese Art und Weise nach außen getragen hat, sei schlicht „unfair“.                                                                      

Das Klinik-Podium in Böbingen

Fair soll es auf jeden Fall an diesem Montag, 13. Juni, zugehen, wenn in Böbingen im Park diskutiert wird, moderiert von Chefredakteur Lars Reckermann, geht’s um 18.30 Uhr los. Besucherinnen und Besucher sollen dabei auch die Möglichkeit bekommen, der Vorstandschaft der Kliniken Ostalb Fragen zu stellen.

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