Jahresrückblick: Januar 2021

Startschuss fürs Kreisimpfzentrum

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Die Eröffnung des Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeilfe-Halle in Aalen am 22. Januar.
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Das Jahr beginnt mit Corona - und im Januar ist alles fertig, damit das große Impfen starten kann. Allerdings sind sowohl der Impfstoff wie die Impftermine zunächst Mangelware.

  • Ab Eröffnung des KIZ am 22. Januar wurden in der Ulrich-Pfeifle-Halle und bei Vor-Ort-Terminen durch Mobile Impfteams 126 457 Impfungen verabreicht.
    Biontech: 46 398 Erst-, 48 128 Zweit- und 1 850 Auffrischungen, AstraZeneca: 14 755 Erst- und 4 881 Zweitimpfungen.
    Moderna: 1 596 Erst-, 3 086 Zweit- und 23 Auffrischungsimpfungen.
    Johnson & Johnson: 5205 Einmalimpfungen

Aalen
Wann geht es endlich los? Wann startet der Ostalbkreis große Impfkampagne? Wann kommt man in den Modus, dass etwas getan werden kann, das hilft?
Im Januar und zwar ganz genau am Freitag, 22. Januar, nehmen im Land mehr als 40 Kreisimpfzentren den Betrieb auf - darunter auch das des Ostalbkreises, eingerichtet in der Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle. Doch die anfängliche Euphorie wird rasch ausgebremst: Zum Start gibt es nur wenig Impfdosen für die Landkreise.
Nach Informationen des Sozialministeriums Baden-Württemberg erhält der Ostalbkreis alle 14 Tage so viele Flaschen Biontech-Impfstoff, dass daraus 1170 Einzelimpfdosen gewonnen werden können - insgesamt und nicht nur fürs Impfzentrum. Davon wird entsprechend einer vom Ministerium empfohlenen Quotierung über zwei mobile Impfteams des Kreisimpfzentrums ein großer Teil für die Impfaktion in den Altenpflegeeinrichtungen verwendet. 24 Heime werden vom Zentralen Impfzentrum Stuttgart geimpft, 28 Einrichtungen von den mobilen Impfteams des Ostalbkreises. Weitere Impfdosen werden für Klinik-Beschäftigte in Notaufnahmen sowie Corona-Isolier- und -intensivstationen und für Personal der Rettungsdienste vorgehalten.
Wer nachrechnet kommt auf eine ernüchternde Bilanz: Nur knapp 300 Impfberechtigte können vom Restimpfstoff je Woche noch im Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeifle-Halle geimpft werden. Die Belieferung der Landkreise mit Impfstoff im Zwei-Wochen-Turnus soll für die nächsten sechs Wochen gelten – also bis zur ersten Märzwoche. Dabei könnte man von der Infrastruktur her richtig Gas geben: Das Kreisimpfzentrum ist ausgelegt auf einen Sieben-Tage-Betrieb mit 800 Impfungen pro Tag. Die aktuell verfügbaren Impfmengen entsprechen rechnerisch also lediglich etwas mehr als 40 Impfungen pro Tag im Kreisimpfzentrum. Bei rund 314 000 Einwohnern im Ostalbkreis sorgt das für Frust. Zumal andere Landkreise, auch wen sie deutlich kleiner sind, dieselbe Menge an Impfstoff erhalten, wie sich bald herausstellen wird.
Bläses Appell: Impftermin nur mit Berechtigung vereinbaren
„Wir sind sehr bemüht, die geringen Impfstoffmengen bestmöglich an die Impfberechtigten zu verteilen und zügig zu verimpfen. Besonders wichtig ist uns mit Blick auf die begrenzte Verfügbarkeit und die schwierigen Transport- und Lagerbedingungen, dass keine einzige Impfdosis vergeudet wird“, beschwichtigt Landrat Dr. Joachim Bläse die Gemüter. Wer zum Personenkreis mit höchster Priorität nach der Corona-Impfverordnung des Bundes gehört, kann , einen Impftermin im KIZ des Ostalbkreises vereinbaren.Dennoch startet an diesem 22. Januar das Impfzentrum, in dem binnen von acht Monaten immerhin 126 000 Menschen geimpft werden.

Die Eröffnung des Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeilfe-Halle in Aalen am 22. Januar.
Die Eröffnung des Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeilfe-Halle in Aalen am 22. Januar.
Die Eröffnung des Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeilfe-Halle in Aalen am 22. Januar.
Die Eröffnung des Kreisimpfzentrum in der Ulrich-Pfeilfe-Halle in Aalen am 22. Januar.

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