Straßen im Ostalbkreis: Hier wird gebaut

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B 29 Westumgehung Aalen Knotenpunkte/anschlusstellen
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Kreisstraßen und Radwege sollen in den kommenden vier Jahren für 46 Millionen Euro ausgebaut werden. Der Kreis plant und baut auch im Auftrag von Bund und Land.

Aalen

Wo werden auf der Ostalb in den kommenden vier Jahren Straßen und Radwege gebaut? Das Investitionsprogramm bis 2025, das Kreiskämmerer Karl Kurz jetzt im Kreistag vorgestellt hat, gibt einen guten Anhaltspunkt: Auch wenn die Entscheidung über die Maßnahmen letztlich die Mitglieder des Kreistags treffen, die darüber in ihren Haushaltsplanberatungen der kommenden Monate debattieren.

Millionen für die Kreisstraßen

1100 Kilometer Straßen gibt es auf der Ostalb. Davon sind 480 Kilometer Kreisstraßen, fallen also in die genuine Zuständigkeit der Landkreisverwaltung – ebenso wie die zugehörigen Radwege. Seitdem der Ostalbkreis 1973 gegründet wurde, hat der Landkreis fast 334 Millionen Euro in die Kreisstraßen und Radwege investiert.

Was zu tun ist

Arbeiter bauen und sanieren Kreisstraßen, erneuern die Fahrbahndecken und beseitigen Frostschäden und richten kleine Bauwerke her. Außerdem muss der Kreis entsprechend Grund kaufen, planen und vorbereitend untersuchen. Für das Jahr 2022 rechnet die Kreisverwaltung dafür – inklusive der Radwege – mit Kosten von 5,7 Millionen Euro, wobei der Kreis 3,5 Millionen Euro zuschießen muss. Von 2022 bis 2025 belaufen sich diese Kosten laut Planung auf insgesamt 46 Millionen Euro, von denen rund ein Drittel aus Mitteln des Kreises fließen soll.

Straßenbelag wird teurer

5,8 Kilometer Kreisstraßenbelag sind in diesem Jahr saniert worden. Gekostet hat das gut zwei Millionen Euro. Für den Quadratmeter sind damit 58 Euro fällig. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 lag der Quadratmeterpreis noch bei 37 Euro.

Wo es neue Radwege gibt

An 19 Abschnitten sollen in den kommenden vier Jahren die Radwege an Kreisstraßen ausgebaut werden. Das kostet voraussichtlich 18 Millionen Euro, wovon der Kreis und die Kommunen jeweils etwas mehr als eine Million übernehmen sollen. Neue Radwege soll es beispielsweise zwischen Neresheim und Kösingen, Heubach und Lautern, Bopfingen-Härtsfeldhausen und der Ringlesmühle bei Utzmemmingen oder Lorch und Weitmars geben.

Mittelstreifen für B29

Wie Kämmerer Kurz ausführte, springt der Kreis aber auch für den Bund und das Land ein, wenn es um den Bau, die Sanierung und die Planung der überörtlichen Straßen geht - also beispielsweise der B29. Seit 2018 wird etwa der Mittelstreifen der wichtigen Bundesstraße auf den 13 Kilometern zwischen Schwäbisch Gmünd und der Grenze zum Rems-Murr-Kreis saniert. Das kostet knapp 16 Millionen Euro und soll noch in diesem Jahr mit dem letzten Teilstück zwischen Lorch-Ost und Gmünd-Großdeinbach abgeschlossen sein.

Pläne für Aalener Westumgehung

Für das Regierungspräsidium Stuttgart und damit für den Bund plant der Ostalbkreis den Ausbau der Aalener B29-Westumgehung und ihrer Anschlussstellen. Die Karte, die Kurz dem Kreistag präsentierte (siehe Grafik), sieht unter anderem einen dreispurigen Ausbau zwischen Affalterried und Albanus/Hüttlingen sowie einen vierspurigen Ausbau von Oberalfingen bis zur Autobahn-Anschlussstelle bei Westhausen vor. Vorgesehen ist die Entschärfung des Unfallschwerpunkts Affalterried mit Rampen. Die Planungsunterlagen hierfür habe der Kreis am 28. Juli nach Stuttgart geschickt, wie Kurz ausführte. Er wies auf die schwierige Lage der Landkreisverwaltung hin, hier einerseits streng nach den Vorgaben von Bund und Land planen zu müssen, andererseits entsprechende Hinweise und Vorstellungen aus dem Kreistag und den betroffenen Kommunen zu erhalten und weiterzugeben.

Wo die B29 neu verläuft

Auch im östlichen Bereich der B29 wird seit Jahren um eine Lösung gerungen. Hier hat der Ostalbkreis für das Regierungspräsidium die Linenfindung und Planung übernommen: Zwischen der Röttinger Höhe und Nördlingen sollen mit der neuen Umgehungsstraße die Ortsdurchfahrten von Aufhausen, Bopfingen, Trochtelfingen und Pflaumloch entlastet werden. „Wir sind hier im entsprechenden Verfahren, um Planungsbüros auszuwählen“, sagte Kurz und fügte hinzu: „Alle Planungen, die mit dem Bereich Natur zu tun haben, sind im Frühjahr gestartet.“ Zudem wurde ein Büro ausgewählt, das die Öffentlichkeitsarbeit begleitet: „Wir werden in eine starke Öffentlichkeitsarbeit eintreten, auch mit Veranstaltungen vor Ort“, betonte Kurz.

Neuer Belag für die B29

Auf rund 27 Kilometern saniert der Kreis in diesem Jahr den Belag auf den Bundesstraßen der Ostalb. Dafür fließen rund 6,2 Millionen Euro vom Bund. Betroffen ist –beziehungsweise war – zum Beispiel die B29 zwischen Wellandstraße und Affalterried, zwischen Westhausen und Lauchheim sowie zwischen Bopfingen und Pflaumloch.

„Nur mit einer intakten und funktionierenden Infrastruktur bleibt unsere regionale Wirtschaft konkurrenzfähig.“

Karl Kurz, Dezernent für Finanzen
  • Bedeutung auch für ÖPNV
  • „Der Ausbau der Bundes-, Landes-und Kreisstraßen ist für den Ostalbkreis von großer Bedeutung“, betonte Kreiskämmerer Karl Kurz bei seiner Vorstellung des Investitionsprogramms für Kreisstraßen und Radwege bis 2025. Er unterstrich dabei auch die große Bedeutung der Straßen für einen leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr: „Nur mit einer intakten und funktionierenden Infrastruktur bleibt unsere regionale Wirtschaft konkurrenzfähig und der Wohlstand in unserer Region erhalten“, so der Kämmerer des Ostalbkreises.

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