B-29-Tunnel: Bilger bittet um Geduld

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Ministerien nach Angaben aus Berlin „in konstruktivem Dialog“. Keine Festlegung auf einen Zeitplan.

Böbingen. Wie und wann geht's in Böbingen beim Ausbau der B 29 weiter? Kommt der Tunnel oder nicht? Vor knapp einem Jahr hatte das Land sich für einen Tunnel ausgesprochen und die Planung mit dieser Empfehlung an den Bund weitergeleitet. Der CDU-Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums hatte einst eine Entscheidung für August 2020 angekündigt. Seither warten die Böbinger auf eine Antwort. Mehrfach hat die Gmünder Tagespost bei Bilger nachgefragt. Sein persönlicher Referent schrieb nun am Mittwoch: „Der Bund ist sich der städtebaulichen Relevanz der Straßenbaumaßnahme für Böbingen bewusst. Die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sind zwingend zu beachten. Darüber hinaus sind die vom Land vorgelegten Unterlagen aufgrund der komplexen verkehrlichen, raumstrukturellen und umweltfachlichen Randbedingungen des Projektes bereits in der aktuellen Planungsphase vertiefend zu betrachten und mit der gebotenen Sorgfalt mit dem Land abzustimmen.“ Vor diesem Hintergrund sei das Land gebeten worden, die Validität der Daten zu verbessern, die Wirtschaftlichkeit zu optimieren sowie die für die Variantenwahl relevanten Abwägungskriterien zu spezifizieren. Die Straßenbauverwaltung des Landes habe hier „Aktualisierungen sowie Ergänzungen von einzelnen Planteilen vorgenommen“. Die Fachabteilung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) sei „in einem konstruktiven Dialog mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg“ und stimme mit diesem ab, wo diese Unterlagen zu spezifizieren und zu ergänzen seien, „um die noch verbleibenden entscheidungsrelevanten Punkte abschließend zu klären“.

Erst wenn alle entscheidungsrelevanten Punkte geklärt seien, lägen die Voraussetzungen für eine Entscheidung vor. „Ich bitte um Verständnis, dass die Zustimmung des Bundes zu einer Ausbauplanung der B 29 in Böbingen erst nach Abschluss dieses Prozesses erfolgen kann. Ein konkreter Termin zur Wahl der Vorzugsvariante kann daher noch nicht genannt werden“, so Bilgers Referent. David Wagner

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