283 Unterschriften überzeugen

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Für das neue Urnengrab-Gemeinschaftsfeld auf dem Bartholomäer Friedhof gibt es „latente Nachfrage“. Die Gebühren werden an Erdurnengräber angelehnt, bis die Kalkulation neu erstellt wird.
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Hallenbad in Bartholomä öffnet trotz Sommerpause n im August. Gremium thematisiert Solarpark, Spielplatz und Urnenbestattungsgebühr.

Bartholomä

Facettenreicher hätten die Themen in der Sitzung des Gemeinderats im Dorf am Rande des Himmels kaum sein können. Apropos „Dorf am Rande des Himmels“ – diesen Zusatznamen möchte die Gemeinde künftig offiziell tragen. Und wird jetzt einen entsprechenden Antrag ans Land stellen. Im Vorfeld hatte die Verwaltung mittels Umfrage erkundet, was die Bevölkerung von diesem Ansinnen hält. Das Ergebnis: Über 83 Prozent der fast 300 abgegebenen Stimmen sprachen sich für „Das Dorf am Rande des Himmels“ aus. Bürgermeister Thomas Kuhn erklärte, dass man diesen Zusatz etwa als Schriftzug auf Briefbögen, in Prospekten und Ähnlichem führen könne. Ob dieser sich auch auf dem gelben Ortsschild finden wird, ist noch offen.

Nachdem nun ein Urnen-Gemeinschaftsfeld auf dem Friedhof angeboten wird, gebe es bereits „latente Nachfrage“, wie Kuhn berichtete. Allerdings wird eine Neukalkulation der Bestattungsgebühren erst 2022 erfolgen. Um jedoch die neue Bestattungsart jetzt anbieten zu können, einigten sich die Gemeinderäte darauf, den Zeitraum bis dahin zu überbrücken, in dem die Grabnutzungsgebühr für das Gemeinschaftsgrabfeld in Anlehnung an bestehende Urnenerdgräber erfolgt.

Viele Eltern fanden sich als Zuhörer in der Sitzung im Dorfhaus ein. Sie warteten gespannt auf ein ganz bestimmtes Votum des Gemeinderats. Bereits in der Bürgerfragestunde hatte Julia Drexler an das Gremium appelliert, das Hallenbad zu öffnen, damit es wieder Schwimmkurse gibt. Denn dies ist seit dem Lockdown 2020 geschlossen. Die Krux: Normalerweise ist das Bad über die Sommerferien geschlossen, da Wartungsarbeiten anstehen. Aber die Inzidenzzahlen würden eine Öffnung erlauben. Thomas Kuhn bedankte sich ausdrücklich für das freundlich formulierte Anschreiben von Julia Drexler, dem außerdem eine Liste mit 283 Unterschriften anhing. „Es ist wirklich eine Bitte“, nickte die Angesprochene. Die Bitte wurde erhört: Das Bad wird spätestens 23. August öffnen. So der einhellige Beschluss der Gemeinderäte. Bereits im Vorfeld hatte die Verwaltung den Weg durch Gespräche mit dem Personal geebnet. Die Wartung soll schnellstmöglich beendet werden, damit das Bad wieder befüllt werden kann. „Sie dürfen sich das nicht wie eine Badewanne vorstellen“, bat Kuhn um Geduld. Nun hoffen alle, dass die Inzidenzzahlen nicht wieder über 50 klettern, denn dann muss das Bad wieder schließen.

Landschaftsarchitektin Margot Rieg-Zweig stellte ihre Planung für die Modernisierung des Kinderspielplatzes in der Brunnenfeldstraße bei der STB-Halle vor. Für die Kosten der Modernisierung rechnet man mit einem Zuschuss von 70 Prozent. Bei Gesamtkosten von brutto 85 000 Euro, inklusive Neben- und Abbaukosten, läge der Eigenanteil bei 25 000 Euro. Neben klassischen Spielgeräten sollen die Themen „Balance“ und „Klettern“ aufgegriffen werden. Die Räte stimmten der Planung zu, der Zuschussantrag wird gestellt.

Im Juni hatten die Räte Kriterien festgezurrt, bei deren Einhaltung eine „Ja“ für einen Solarpark auf der Gemarkung möglich wäre. Jetzt liegt eine Standortbewertung der Energiebauern GmbH für einen „Solarpark Rötenbach“, nördlich von Rötenbach, vor. Die Räte nahmen die Bewertung zur Kenntnis, die Kriterien, etwa der 1100-Meter-Abstand von der Bebauung, werden eingehalten. Sollte der Antrag auf diesen Park folgen, müsste ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden.

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