„Antra tutto bene“ – alles wird gut

+
Ruth Grötzinger-Wiesner wurde von der Vorsitzenden Bettina Ritz (li.) mit Dank aus dem Beirat verabschiedet.

Partnerschaftsverein Bartholomä blickt auf ein Jahr ohne persönliche Begegnungen, dafür aber mit dennoch tollen Aktionen mit und für die Freunde in Casola Valsenio zurück.

Bartholomä

Auch wenn 2020 als Jahr ohne persönliche Begegnungen mit unserer Partnergemeinde Casola Valsenio in die Vereinsgeschichte eingeht, wollen wir positiv in die Zukunft sehen.“ Mit diesen Worten eröffnete Bettina Ritz, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Bartholomä, die Hauptversammlung. Sie richtete Grüße von Bürgermeister Thomas Kuhn aus, der die gute Kommunikation unter den beiden Gemeinden und deren Partnerschaftsvereinen lobte.

Schwierige Zeiten

Für einen Verein, der sich Freundschaft und Begegnung auf die Fahnen geschrieben hat, stellte das Corona-Jahr eine besondere Herausforderung dar, die jedoch bravourös gemeistert wurden. Der Kontakt zu den Freunden in der Emilia Romagna wurde in regelmäßigen Videokonferenzen aufrechterhalten. Gemeinsam schaute man bei zunehmenden Infektionen auf die Zahl der Kranken im jeweiligen Dorf, gemeinsam freute man sich, wenn die Beschränkungen wieder zurückgenommen werden konnten.

Untermalt von einer Bildershow ließ Bettina Ritz die Aktivitäten des Vereinsjahres 2020 Revue passieren. Sie zeigte nicht die sonst üblichen geselligen Treffen bei Wein und Musik, sondern gab Zeugnis vom gelebten Miteinander in schwierigen Zeiten und großer Solidarität. Zu nennen ist hier die Regenbogenaktion „antra tutto bene“, an der 54 Kinder und zwei Lehrer teilnahmen. Der am Casola-Platz aufgestellte Regenbogen und das gedrehte Video gab den Freunden in Italien Mut und Zuversicht: „Alles wird gut!“

Im Mai stieß ein Aufruf, für bedürftige Bürger in Casola zu spenden, auf eine unglaubliche Resonanz: 4785 Euro konnten durch Spenden der Vereinsmitglieder und aus dem Fond „Miteinander in Europa“ an Giorgio Sagrini, den Bürgermeister von Casola Valsenio, überreicht werden. Das Geld finanzierte dringend benötigte Dinge des täglichen Bedarfes, Medikamente und Schulsachen. Die einzige Veranstaltung in Präsenz war im September „Fine estate“, bei der die Kinder über das Ende des Sommers mit Pizzabacken und italienischen Kräutern getröstet wurden.

Nach den Berichten der Schriftführerin Kerstin Behringer und des Schatzmeisters Jürgen Pfau, dem die Kassenprüfer einwandfreie Buchführung attestierten, konnte Ehrenvorsitzender Karl Busch die Entlastung der Vorstandschaft herbeiführen.

Bei den Wahlen wurde die gesamte Vorstandschaft wiedergewählt: Vorsitzende Bettina Ritz, als ihre Stellvertreter Claudia Moser und Helmut Baur, Schriftführerin Kerstin Behringer und Kassierer Jürgen Pfau. Das Amt der Kassenprüfer übernehmen wieder Hans Trinkl und Anja Ritz. Im Beirat sind vertreten: Anita Kopp, Sonja Kühnhöfer, Wolfgang Boffa, Ilona Streicher, Anna Jüttler, Thomas Stütz und Elke Maier. Ruth Grötzinger-Wiesner stellte sich nicht wieder zur Wahl und wurde von Bettina Ritz verabschiedet.

Claudia Moser gab als stellvertretende Vorsitzende einen Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen. Im Ferienprogramm führt Jürgen Pfau vor dem Pizzabacken auf dem Wirtsberg einen erlebnispädagogischen Waldgang durch. Am Freitag, 8. Oktober, ist es soweit: Der zweimal verschobene und heiß ersehnte italienische Abend findet in Braighausen mit der italienischen Band Due piu due statt. Karten sind bei den Ausschussmitgliedern erhältlich. Als kultureller Leckerbissen folgt am 12. Oktober die Lesung italienischer Literatur in der Bücherei mit Angelika Huber-Sommer.

Zum Schluss berichtete Claudia Moser von dem Projekt „ Gemeinsame Wege in Zukunft gehen, Friedensweg und Weg der Erinnerung“, mit dem sich Casola Valsenio und Bartholomä um einen vom italienischen Präsidenten Matarella und vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausgesetzten Preis bewerben.

Zurück zur Übersicht: Bartholomä

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare