Bartholomä freut sich aufs Jubiläum

+
Rückblick auf 20 Jahre Partnerschaft zwischen Bartholomä und Casola (Italien).
  • schließen

Seit 20 Jahren ist das "Dorf am Rande des Himmels" eng mit Casola Valsenio verbunden. Ein Blick zurück auf die Geschichte und darauf, was im Jubiläumsjahr geplant ist.

Bartholomä

Casola Valsenio und Bartholomä pflegen eine von insgesamt neun bestehenden Partnerschaften von Städten und Gemeinden im Ostalbkreis und der Provinz Ravenna, berichtet die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Bettina Ritz. Nächstes Jahr haben die beiden Gemeinden ein großes Ereignis zu feiern. Das 20-jährige Jubiläum der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Casola und Bartholomä. 2002 wurde die Partnerschaft in Casola Valsenio am 19. Oktober während des Festes der vergessenen Früchte gegründet, die Unterzeichnung des Vertrages in Bartholomä war am 29. April 2003 während des Maibaumfestes.

Im Rückblick: Was hat sich in diesen Jahren verändert? Was waren die Wegmarken, an die sich der Partnerschaftsverein besonders gerne erinnert? Und was plant man fürs Jubiläumsjahr? Gar nicht so einfach, meint Bettina Ritz, da etwas herauszupicken. Sie versucht es aber.

Im Jahr 2004 radelten die Radsportfreunde Bartholomä nach Casola Valsenio, 2005 tat es der Radsportverein "Il Cardello" aus Casola den deutschen Sportlern gleich.

Im September 2014 wiederholten die Bartholomäer Radler das Unterfangen und radelten nach zehn Jahren erneut von Bartholomä nach Casola.

Italienischkurse wurden in Casola in Kooperation mit dortigen Lehrerinnen angeboten, ebenso werden in Bartholomä in Zusammenarbeit mit der VHS Italienisch-Sprachkurse organisiert.

2006 und 2007gab es Schüleraustausche in Bartholomä und auch die KJG Bartholomä machte ihre Jugendfreizeit 2007 in Casola durch. "Leider sind die Schüleraustausche aufgrund des Wegfalls der Hauptschule in Bartholomä mittlerweile nicht mehr möglich", sagt Bettina Ritz.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus findet in Bartholomä das Dorffest statt, zu dem die italienischen Freunde anreisen und sich am Fest mit Vino, Pasta und Pizza beteiligen. Ebenso steigt in Casola alle zwei Jahre das Sommeranfangsfest, zu dem die Bartholomäer nach Italien reisen und Birra und schwäbische Spezialitäten an Bord haben. Auch die Musikvereine der beiden Gemeinden haben sowohl in Deutschland als auch in Italien gemeinsam musiziert und die Freiwilligen Feuerwehren zusammen Feuerlöschübungen organisiert. Nicht zu vergessen, die Fußball-Freundschaftsspiele zwischen dem TSV Bartholomä und dem AC Casola Valsenio. "Bei diesen Festen versuchen wir, Vereine der beiden Orte zu beteiligen. Leider fanden diese Treffen und Austausche 2020 und 2021 aufgrund Corona nicht statt", bedauert Ritz.

2009 wurde der Friedensweg in Casola gegründet und eingeweiht, der Casola mit dem Monte Battaglia verbindet. Der etwa zwölf Kilometer lange Rundweg ist ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung. Hier war der Schwäbische Albverein Bartholomä beteiligt, mit dem der Partnerschaftsverein regelmäßig auch Wanderreisen in der Umgebung von Casola organisierte und sich seit mehreren Jahren in Etappen auf dem Franz-von-Assisi-Pilgerweg befindet und die Wandergruppe im Jahr 2022 das Endziel Rom erreicht, hofft Ritz.

2012 wurde anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Casola-Valsenio-Platz an der Hauptstraße in Bartholomä mit Kräutern und Pflanzen aus Casola angelegt und eingeweiht. "Ein Stück mediterranes Casola auf der rauen Ostalb", freut sich Bettina Ritz. Ein Geschenk der Gemeinde Casola an Bartholomä.

Seit 2012 trifft sich immer im Januar eine kleinere Gruppe Skifahrer aus Bartholomä und Casola abwechselnd in Österreich und Südtirol, um gemeinsame Tage im Schnee zu verbringen.

Vereinsausflüge wie des Musikvereins 2013, des MC Bartholomä 2016 oder des Gemeinderats 2018 werden realisiert.

2018gab es eine viertägige Frauenausfahrt nach Casola statt. Rund 30 Damen aus Bartholomä verbrachten wunderbare Stunden am Meer und beim Shopping und lernten die Partnergemeinde kennen, erinnert sich Bettina Ritz. Die Fahrt soll 2022 im September wiederholt werden, nachdem sie bereits zwei Malwegen Corona verschoben wurde.

Längst sei aus der Zusammenarbeit von Bürgermeistern und Verwaltung eine echte Partnerschaft der Menschen in den Gemeinden geworden. Richtige Freundschaften sind entstanden. "Es ist schön zu sehen, wie die Partnerschaft durch die Bürgerinnen und Bürger der beiden Partnergemeinden gelebt wird", betont Bettina Ritz.

Und was planen die beiden Gemeinden nun fürs Jubiläumsjahr? Wie in allen Bereichen gebe es hier wegen der Pandemie nach wie vor große Unwägbarkeiten. Geplant sei aber auf jeden Fall, von 16. bis 19. Juni nach Casola zu fahren. Mehr Details sollen dann im neuen Jahr verraten werden, verspricht Bettina Ritz.

Es sind richtige Freundschaften entstanden.?

Bettina Ritz,, Partnerschaftsverein
20 Jahre Partnerschaft zwischen Bartholomä und Casola (Italien)

Zurück zur Übersicht: Bartholomä

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare