Bartholomäer Loipenteam ist startklar

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Ein Teil des ehrenamtlichen Loipenteams, Siegfried Gößele, Oskar Staudenmaier und Holger Gold, vor dem Pistenbully in Bartholomä. Den hat die Gemeinde gebraucht gekauft, für 80 000 Euro.
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Die Ehrenamtlichen rund um Oskar Staudenmaier sorgen für top gepflegte Loipen rund um Bartholomä. Welchen Aufwand sie dafür betreiben und was Langläufer beachten sollten.

Bartholomä. Oskar Staudenmaier steuert den Pistenbully auf die Wiese hinterm Bauhof. Dieses Mal nur zu Vorführzwecken. Aber das Gerät war schon im Einsatz in dieser Saison. Und es wartet noch einiges an Arbeit auf ihn. „Letztes Jahr waren wir mehr als 800 Kilometer unterwegs“, sagt Staudenmaier, der Chef der fünfköpfigen Gruppe, die sich ehrenamtlich um die Loipen rund um Bartholomä kümmert. Er wird unterstützt von Siegfried Gößele, Holger Gold, Jürgen und Karin Häberle und Ursula Staudenmaier. „Das ist ein Ganzjahresgeschäft“, sagt Bürgermeister Thomas Kuhn. Es gelte, Wege zu richten, Strecken frei zu schneiden, Geräte zu reparieren. Und, klar, im Winter die Loipen zu spuren. „Ohne das Ehrenamt wäre das alles nicht machbar“, meint der Bürgermeister.

Für eine gute Qualität der Loipen muss nachts gespurt werden, ist Staudenmaier überzeugt. „Wir sind früher und besser als die anderen“, meint Staudenmaier schmunzelnd. Auch wenn das anstrengend ist und man bei dichten Schneeverwehungen kaum den Weg findet. Da schadet Erfahrung nichts. Oskar Staudenmaier ist seit 35 Jahren dabei. Wenn's ganz heftig ist, läuft er auch schonmal mit den Langlaufskiern vor dem Pistenbully her.

Sobald die ersten Schneeflocken des Winters vom Himmel rieseln, rufen die Leute auf dem Rathaus an und fragen, ob die Loipen startklar sind, berichtet Kuhn. Das sei einerseits super, weil man ja wolle, dass die Menschen auf sportliche Weise die Natur rund um Bartholomä genießen. Kuhn bittet aber auch um Verständnis, dass trotz Schnees nicht immer gespurt werde. „Wenn es zu starke Verwehungen gibt, macht es einfach keinen Sinn“, bestätigt Staudenmaier. Die aktuelle Situation der Loipen stellen die Ehrenamtlichen online, auf der Seite der Gemeinde und auf bergfex.de. Die Schneelage dokumentiert Rainer Vetterlein.

In der vergangenen Saison hatte das Loipenteam an 50 Tagen gut zu tun. Es gab viel Schnee und wegen Corona entdeckten viele Leute das Langlaufen. „Ich habe noch nie so viele junge Leute beim Langlaufen gesehen“, erinnert sich Siegfried Gößele. Die Parkplätze waren zum Teil überfüllt. Dabei gebe es eigentlich genug, meint Thomas Kuhn. Sie seien nur unterschiedlich stark ausgelastet. Weniger frequentiert waren in der Vergangenheit die Parkplätze „Am Stock“ und beim Äußeren Kitzinghof. Es gibt insgesamt zehn Loipen für Anfänger und Fortgeschrittene, klassische und welche fürs Skating. „Und unser Bonbon, die Nachtloipe am Wirtsberg“, meint Staudenmaier. Neu hinzukommt in diesem Jahr eine Loipe an der Marktwiese. Davon soll vor allem die Laubenhartschule profitieren. „Wir wollen die Kinder wieder raus in den Schnee holen“, meint Staudenmaier.

  • Was man tun sollte - und was nicht
  • Vorher informieren: Die Loipen sind unterschiedlich in Länge und Schwierigkeitsgrad. Alle Infos, eine Loipenkarte mit den Ein- und Ausstiegen sowie den Parkplätzen gibt es online auf www.bergfex.de.
  • Spenden: Die Loipen und die Parkplätze sind kostenlos. Trotz der ehrenamtlichen Arbeit fallen laut Gemeinde Kosten von bis zu 15 000 Euro pro Saison an. Spendenformulare der „Aktion Loipen“ gibt's an den Parkplätzen.
  • Nachts langlaufen: Keinesfalls sollten die Loipen nach 18 Uhr benutzt werden. Das stört die Natur und die Ehrenamtlichen, die dann im Einsatz sind. Dafür gibt's bis 21 Uhr die beleuchtete Nachtloipe am Wirtsberg.
  • Im Wald laufen: Aus Sicherheitsgründen und um die Tiere zu schützen, verlaufen die Loipen nicht im Wald. Dies sollten die Langläufer respektieren. dav

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