Den kostbaren Frieden schätzen und aktiv fördern

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Mit einem ökumenischen Gottesdienst begingen die Bartholomäer den Volkstrauertag.

Ökumenischer Gottesdienst und Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal in Bartholomä.

Bartholomä. Am Volkstrauertag feierten die katholische und die evangelische Kirchengemeinde Bartholomä einen ökumenischen Friedensgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus. Ein Vorbereitungsteam mit dem evangelischem Pfarrer Tino Hilsenbeck und dem katholischen zweiten Kirchengemeinderatsvorsitzenden Armin Duschek präsentierte Gedanken zum Thema Frieden unter den Schlagwörtern Ohnmacht, Feindbilder, Shalom und Zufriedenheit.

Am Ehrenmal am Wirtsberg erinnerte Bartholomäs Bürgermeister Thomas Kuhn Gemeinderäte, Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr sowie Fahnenabordnungen und Bürger an Worte des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss: "Sorgt ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern." Er dankte den Anwesenden, dass ihnen das Gedenken – auch mit Abstand und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wegen der Coronapandemie – wichtig ist.

Vor 95 Jahren hat der Krieger- und Veteranenverein das Monument mit Ehrentafel mit 58 Namen von gefallenen Männern aus Bartholomä errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weitere 109 Namen Barholomäer Bürger angebracht. Das zeige: Kriege wirken hinein in Familien, ins Private. Dies verdeutliche, wie kostbar der Frieden ist, der den Menschen hier ein dreiviertel Jahrhundert gegeben ist. Ein Frieden, der Westeuropa Freiheit und Wohlstand brachte. Dafür könne man dankbar sein. Es gebe jedoch auch hier ein unfriedliches Bild mit schwindendem Respekt vor dem Nächsten und Hasstiraden im digitalen Netz. Es liege am einzelnen, aus der Geschichte zu lernen und den Frieden weiterhin aktiv zu fördern, sagte Kuhn.

Bartholomäs Ortsbeauftragter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Jan Ruben Haller, erinnerte an die Opfer von Gewalt und Krieg, Kinder, Frauen, Männer aller Völker, die in den Weltkriegen, starben. Und wünschte, dass um die Opfer von aktuellen Kriegen, von Terrorismus und politischer Verfolgung getrauert werde.

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