Drehtafeln: pfiffig oder gefährlich?

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Anders als dieses kleine Schild, sollen die neuen Tafeln an den Wanderparkplätzen etwa 1,5 mal 1,2 Meter groß sein.
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Gremium in Bartholomä lehnt den Vorschlag der Verwaltung für drehbare Schilder an Wanderparkplätzen ab.

Bartholomä. Wandern, Radfahren und Nordic, also Walking und Langlaufen - all das kann man in der Gemeinde auf dem Albuch machen. Damit das für Besucher noch klarer wird, möchte die Gemeinde das Tourismuskonzept „Puls 3“ umsetzen. Teil dessen ist eine neue Beschilderung an den Wanderparkplätzen. Bereits Anfang Mai gab es im Gemeinderat darüber Diskussionen. Die Verwaltung schlug drei Tafeln pro Parkplatz vor: Radfahren, Wandern und „Nordic“, wobei Letztere beidseitig bedruckt und drehbar sein soll, für die Winter- und für die Sommerangebote. Das günstigste Angebot habe die Firma Ammerl abgeben, für rund 49 000 Euro. Bürgermeister Tomas Kuhn betonte, dass es sich dabei nur um die Rahmen handle, die inhaltliche Gestaltung komme noch obendrauf. Dem Gremium war das zu teuer. Es trug der Verwaltung auf, bis zur nächsten Sitzung die Kosten für Alternativen vorzulegen, also für jeweils nur zwei Tafeln, die dann drehbar wären. Wie Bürgermeister Thomas Kuhn in der Sitzung am vergangenen Mittwoch meinte, seien die Einsparungen verhältnismäßig gering. Er schlug vor, die Version mit den drei Schildern, eines drehbar, zu verwirklichen, weil dies „pfiffig“ sei und „in Wirkung und Sichtbarkeit dem Konzept 'Puls 3'“ entsprächen.

Erneut hatten die Ratsmitgliedern Redebedarf. Rudi Grimmbacher fragte, ob die drehbaren Schildern nicht gerade dazu einluden, Schindluder und Vandalismus zu betreiben. Auch Markus Mezger äußerte sich dahingehend. Steffen Widmann fragte nach der möglichen Haftung, sollte sich bei den auf öffentlichem Grund aufgestellten, drehbaren Schildern jemand den Finger einklemmen. Bürgermeister Kuhn konstatierte: „Ja, Schilder sind lebensgefährlich.“

Rudi Grimmbacher stellte den Antrag, pro Parkplatz drei feste, also nicht drehbare Schilder, aufzustellen, wobei bei „Nordic“ jeweils die der Jahreszeit entsprechende Version vorne ist. Kuhn stellte klar, dass der Bauhof diese dann im Frühling und Winter drehen müsse. Der Vorschlag wurde mit fünf zu drei Stimmen angenommen. 

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