Ein Hauch von Himmel auf zwei Rädern

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Segen für stets gute und sichere Heimkehr
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Der Bartholomäer Motorrad Club feiert einen Biker-Gottesdienst mit Fahrzeugsegnung und Totengedenken.

Bartholomä

Die Pandemiezeit hat vielen Menschen das Abschiednehmen von Freunden und Familienmitgliedern schwer gemacht. „Gemeinsam trauern und den Verlust verarbeiten war lange Zeit nicht möglich“, erklären der Präsident des MC Bartholomä, Heinz Boger, und der evangelische Kirchengemeinderatsvorsitzende Rainer Fehleisen. Der Club und die evangelische Kirchengemeinde luden daher am Samstag zu einem „etwas anderen Gottesdienst“ auf dem Gelände des Motorradclubs. Geplant war ein ökumenischer Gottesdienst im Freien mit dem evangelischen Pfarrer Tino Hilsenbeck und dem katholischen Diakon Dr. Wolfgang Rube. Uunvorhersehbare Umstände verhinderten die Anwesenheit des Diakons „der MC und die evangelische Kirchengemeinde senden alle guten Wünsche an die Familie des Diakons“,erklären Fehleisen und Boger.

Bei seiner Begrüßung zeigte sich der „Präsi“ glücklich über die Vielzahl von Besuchern, viele Motorradfahrer hatten dafür eine weite Anreise auf sich genommen, Bürger aus Bartholomä kamen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. „Der etwas andere Gottesdienst“ hielt sein Versprechen, der MC bewirtete und statt sakraler Orgelklänge umrahmte das Bartholomäer „Rock-Sextett „Die Hirsch-Bock-Buam“ den Gottesdienst. Trotz Steaks vom Grill und Solos von der E-Gitarre wurde ein würdevoller Gottesdienst gefeiert. „Ein Hauch von Himmel weht dir beim Fahren um die Nase“, sagte Pfarrer Hilsenbeck, der „Tanz durch die Kurven“ bereite ein einmaliges Erlebnis, aber „vergesst die Gefahren und Grenzen nicht“.

Motorradfahren verbinde, Biker treffen sich gerne mit Gleichgesinnten, weshalb der Gottesdienst im Grünen die Möglichkeit biete ,diese Freude mit anderen zu teilen und Gott um Schutz und Segen zu bitten. Mit „Stairway to heaven“ erklomm die Gemeinde die Treppe zum Himmel. „Was erwartet uns im Himmel?“ Sehen wir unsere Verstorbenen wieder? Wir wissen es nicht“, bekannte der Geistliche und versuchte die Lösung in der Schriftlesung zu finden. Der Himmel habe mit Gott zu tun, wie es im Vater Unser verkündet werde „Dein Reich komme, wie im Himmel so auf Erden“, dies müsste bedeuten „Gottes Reich wäre schon da“ - eine Verbindung von Himmel und Erde. Die Schriftlesung aus „Jakob schaut die Himmelsleiter“ könne man gut auf das Motorradfahren beziehen. Die Lesung spricht von Jacob, der auf seiner Reise von der Nacht überrascht wird, im Traum sah er eine Leiter die auf der Erde stand und den Himmel berührt. Oben stand der Herr der versprach „ich will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder heil zurückbringen“. Solche berührenden Momente, wie Jacob ihn im Traum erlebt hat,“wollen wir festhalten, den schöne Momente gehen schnell vorüber“, sagte Hilsenbeck. Diese Momente der besonderen Art bringen „Ruhe und Frieden“, es seien, Momente bei denen sich „Himmel und Erde berühren“.

Im Abschlussgebet, dem Biker-Psalm dankte die Gemeinde Gott für die Welt die er mit Bergen und Seen, Wiesen und Wäldern und mit der Straße, die Gott vor den Bikern ausbreitet, erschaffen hat.

Im Anschluss segnete Pfarrer Hilsenbeck alle Anwesenden und deren Motorräder. Der „Präsi“ des Bartholomäer Clubs erinnerte an das verstorbene Clubmitglied Jäckle, dem zu Ehren und Gedenken die Hirsch-Bock-Buam „Verdammt lang her“ von BAP spielten.

Vergesst die Gefahren und Grenzen nicht“.

Pfarrer Tino Hilsenbeck, zu den Bikern
Teilweise eine weite Anreise nahmen die Biker für den Gottesdienst in Kauf
Pfarrer Hilsenbeck erbat den göttlichen Segen für alle Fahrzeuge
Pfarrer und Band
Pfarrer Hilsenbeck und die Hirsch-Bock-Buam
Viele Besucher folgten der Einladung zum "etwas anderen Gottesdienst"
Pfarrer Tino Hilsenbeck und die Hirch--Bock-Buam
Bikes und Fahrer erhielten den Segen Gottes

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