Handgemachtes Frühstück für daheim

  • Weitere
    schließen
+
Endlich geht's wieder los: Die Mitglieder des Bartholomäer Arbeitskreises „Kunst und Kultur – handgemacht“ bieten nach coronabedingter Pause erstmals ein Frühstück zum Mitnehmen an. 50 Kisten mit Holzbackofenbrot und leckeren Aufstrichen gehen über die Theke.
  • schließen

Die Mitglieder des Bartholomäer Arbeitskreises „Kunst und Kultur handgemacht“ starten nach langer Coronapause mit einem Frühstück zum Mitnehmen. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Bartholomä

Die eine Hobbyköchin röstet Haselnüsse und mahlt diese, gibt gehackte Schokolade in Milch und lässt sie schmelzen, verfeinert mit Zucker und Vanillezucker. Am Ende wird's leckerer selbst gemachter Nugat-Aufstrich. Eine andere fleißige Hobbyköchin kümmert sich um feinen Eiersalat, um selbst gemachten Frischkäse und um einen Brotaufstrich aus Rucola und getrockneten Tomaten. Wieder andere backen Hefehörnchen und zaubern bunte Blütenbutter. Aus dem altertümlichen Holzbackofen kommt knuspriges Bauernbrot. Klingt nach regem Betrieb in der Küche des Bartholomäer Amalienhofes, ist aber nicht so. Wegen Corona nicht. Die Mitglieder des Arbeitskreises „Kunst und Kultur – handgemacht“ wollen den Leuten aber trotzdem was bieten – und servieren erstmals Frühstücksboxen to go. In ihren heimischen Küchen haben die Frauen ihre köstlichen Produkte fürs Frühstück gezaubert. Nur zum Packen der Kisten und zur Ausgabe treffen sich alle auf Abstand im Innenhof der Museumsscheune. Endlich mal wieder – sagen die Mitglieder. Denn in den vergangenen Monaten hätten nur Online-Treffen stattgefunden. Brotbackofen und Museumsküche blieben kalt.

An diesem Samstag schwirren viele Helfer durch den Hof. Insgesamt 50 Kisten – entweder für zwei oder vier Frühstücker – müssen gepackt, abkassiert und an die Abholer verteilt werden. Die Idee zur Frühstücksbox hatte Sybille Gößele vom Bartholomäer Arbeitskreis. Premiere geglückt! „Ich musste einigen Leuten sogar absagen“, erzählt Sybille Gößele, die sich freut, dass das Angebot so gut angenommen wird. Zu den 50 Frühstückskisten kommen noch einige Brotbestellungen dazu. Mehr als 60 Brote packt der Ofen aber nicht an einem Backtag. Emil Goldmann, Andreas Hauser, Helmut Pinkow und Siggi Huber schleppen Schubkarren mit Holz, feuern an, bereiten den Sauerteig zu und formen die Laibe, ehe sie im Ofen verschwinden. Abwechselnd schauen sie nach den knusprigen Broten im Holzbackofen.

Sonja Mayer, Sandra Kühnhöfer, Elisabeth Pfau, Corinna Niederberger und Sybille Gößele kümmern sich um alles weitere rund ums Brot: In die Kisten packen sie Brotaufstriche, Bircher Müsli mit Walnüssen und Himbeeren im Glas, Hefegebäck, Marmelade und Eiersalat – alles handgemacht und in Bio-Einwegverpackungen abgefüllt. Sogar die schön beschriftete Speisekarte und die Aufkleber sind selbst gestaltet. Putzig kommt die kleine Eierschachtel daher – mit sechs Wachteleiern. „In Bartholomä gelegt“ steht auf dem Schild an der Mini-Eierschachtel.

„Mit Planung, Einkauf und Herstellung kommt schon einiges an Arbeitszeit zusammen. Stunden zählen wir dabei aber nicht“, sagt Sybille Gößele. Die Freude am Tun stehe im Vordergrund. Auch wenn das gemeinsame Werkeln momentan fehle. Der Arbeitskreis möchte den Platz am Amalienhof mit Leben füllen und mehr kulturelles Leben in die Gemeinde bringen. Das klappt am Abholtag der Frühstücksboxen schon ganz gut. Die Macher haben eine Einbahnstraße eingerichtet: zum einen Tor rein, Box bezahlen, abholen und zum anderen Tor wieder raus. Mit Maske und auf Abstand wird ein bisschen geplaudert. „Super, dass ihr das anbietet“, sagt eine Bartholomäerin und nimmt sich ihr leckeres Frühstück mit nach Hause. Toll, dass endlich wieder was geht, sagen auch die Mitglieder des Arbeitskreises. In den vergangenen Monaten habe es lediglich Online-Treffen gegeben, um das Frühstück zum Mitnehmen und andere anstehende Veranstaltungen zu besprechen. „Das war eine ziemlich lange Pause“, sagt Sybille Gößele. Was sie freut: kein Mitglied sei abgesprungen. Im Gegenteil: „Wir haben sogar Zuwachs bekommen.“

Was in nächster Zeit beim Arbeitskreis „Kunst und Kultur“ geplant ist? Im Sommerferienprogramm der Gemeinde beteiligen sich die Mitglieder mit einer Aktion für Kinder am 6. August. „Malen mit Acrylfarben auf verschiedenen Materialien“ heißt der Kunstkurs für Kinder.

Das Kinomobil ist gebucht

Das beliebte Kino-Open-Air planen die Mitglieder am 24. Juli. Auf dem Platz bei der Museumsscheune läuft dann ein Kinofilm unter freiem Himmel. Dazu gibt's passende Speisen. Mal französisches Kino mit französischem Essen oder ein bayerischer Eberhofer-Krimi mit Leckerem aus der bayerischen Küche. Was genau wie geht unter Einhaltung der Corona-Regeln, das wollen die Mitglieder nun besprechen. „Das Kinomobil ist gebucht. Das Ganze wird wohl eine recht kurzfristige Aktion“, denkt Sybille Gößele. Derzeit sehe es ja bei der Entwicklung der Coronazahlen ganz gut aus. Der Arbeitskreis freue sich sehr, dass wieder etwas geht.

Bunte Butter

Blütenbutter selbst gemacht:

125 Gramm weiche Butter in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerstoßen. Zwei Esslöffel essbare Blüten (Kapuzinerkresse, Gänseblümchen, Phlox) oder – nach Belieben – Abrieb von einer Orange hinzufügen und das Ganze unterrühren. Die Butter nah Belieben salzen. Die Blütenbutter in Frischhaltefolie geben, zu einem Ball oder einer Rolle formen oder portionsweise in kleine Gläser füllen.

Wir zählen die Arbeitsstunden nicht. Die Freude am Tun steht im Vordergrund.“

Sybille Gößele,, Arbeitskreis
Süße und herzhafte Brotaufstriche, Hefegebäck, Brot, Wachteleier und sogar ein Blumensträußchen als Deko kommen in die Kiste.
Eiersalat, Kräuterfrischkäse und Rucola-Tomaten-Creme.
Lecker: selbst gemachte Nugatcreme auf Hefehörnchen.

Zurück zur Übersicht: Bartholomä

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL