Ideenschmiede in der Scheune

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Auch die 2019 frisch aufpolierten Gerätschaften sollen beim Museumstag der Museumsscheune wieder gezeigt werden. Doch die Ideen gehen viel weiter. Im Bild von links Erwin Goldmann, Erwin Fritz, Lothar Wolf und Bürgermeister Thomas Kuhn.

Die rüstige Rentnertruppe von der Museumsscheune in Bartholomä steht in den Startlöchern für Besucher. Der Museumstag ist am 26. September 2021 geplant.

Bartholomä

Trotz des Lockdowns haben die rüstigen Rentner von der Museumsscheune am Amalienhof ihr Programm für 2021 bereits in Vorbereitung. Zwar hat sich jeder für sich im stillen Kämmerlein seine Gedanken gemacht, da man sich seit dem Lockdown im Dezember nicht gesehen hat. Aber die Ideen scheinen nur so gesprudelt zu sein. Sprecher Erwin Ritz plaudert im Gespräch mit dieser Zeitung aus dem Nähkästchen. "Eine Glaskugel haben wir zwar alle nicht, aber es kommt auch wieder die Zeit, wo man sich sieht", lässt er sich nicht unterkriegen. Mit viel Optimismus wird ans Werk gegangen.

So wurde mittlerweile der Termin für den diesjährigen Museumstag festgezurrt. Der 26. September 2021 soll es sein. "Die Leute sollen zuerst zum Wählen gehen und dann bei uns Kaffee trinken", schlägt Ritz vor. An diesem Museumstag kann man auch die neuesten Errungenschaften bestaunen. Denn aktuell werden zwei Vitrinen hergerichtet. Kürzlich gab's von Bürgermeister Thomas Kuhn aus dem Rathaus grünes Licht für den Kauf von Glastüren für die Vitrinen. "Die waren im Etat 2020 nicht mehr drin, aber jetzt hab‘ ich den Schreiner beauftragt", freut sich Erwin Ritz über die neue Errungenschaft.

Was es am Museumstag in der großen und kleinen Vitrine für die Gäste zu sehen gibt? Die wohl größte Sammlung von Waagen in der ganzen Region, 130 an der Zahl. Hierbei handelt es sich um eine Schenkung eines Sammlers aus Herbrechtingen.

Und noch eine andere Idee, die den Rentnern seit geraumer Zeit im Kopf umherschwirrt, soll umgesetzt werden: Die alte Mostpresse, die mittlerweile wieder fast in Gang ist, soll ihrem Namen gerecht werden. "Die Leute sollen ihre Äpfel bringen und dann wird vor Ort der Apfelsaft gepresst", beschreibt Ritz. Er ist sich sicher, dass die handwerklichen Profis der Truppe bis dahin auch dafür gesorgt haben, dass die Presse tatsächlich wieder ihre Arbeit verrichten kann.

Die rund 15 Männer und Frauen, die sich um die Museumsscheune kümmern, haben noch eine weitere Idee: Die jüngeren Besucher sollen in der Museumsscheune ebenfalls auf ihre Kosten kommen. "Wir denken da an historische Kinderspiele, die aktiviert werden sollen", überlegt Ritz. "Damit haben wir dann auch die Eltern vor Ort", ist er sich sicher.

Dann wird vor Ort der Apfelsaft gepresst.

Erwin Ritz, Museumsscheune

Am Museumstag soll es natürlich auch wieder Vorträge geben und Besucher können den alten Handwerkern über die Schulter blicken. Wolle spinnen, Weben und vieles mehr ist dann im Angebot.

Derzeit verbringt Ritz gerade viel Zeit allein am Computer. Denn er befasst sich mit dem Aufbau eines Internetauftritts für die Museumsscheune. "Wir müssen bekannt werden", kündigt er an, dass diese Internetpräsenz sich dann als Link auf der Homepage der Gemeinde Bartholomä wiederfinden wird.

Bürgermeister Thomas Kuhn ist begeistert über dieses ehrenamtliche Engagement. Er betont, dass nur dadurch das Schmuckstück Museumsscheune als Anziehungspunkt vorhanden ist. "Dieser Einsatz für die Historie von Bartholomä ist einfach unbezahlbar", unterstreicht er.

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