Jugendworkshop für Frieden und Demokratie

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Jugendworkshop und JHV Partnerschaftsverein Bartholomä

Jahreshauptversammlung des Partnerschaftsvereins Bartholomä „Amici di Casola“.

Bartholomä. „Nach zwei Jahren der Pandemie zittert Europa wegen des Krieges in der Ukraine – dem Gefühl der Ohnmacht treten wir jedoch entschieden entgegen, wir halten noch mehr zusammen und blicken optimistisch in die Zukunft.“ Mit diesen Worten eröffnete Bettina Ritz, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Bartholomä „Amici di Casola“, die Hauptversammlung.

Viele helfende Hände

Auch wenn die beiden Pandemiejahre Begegnungen und Besuche erschwerten, konnte Bettina Ritz doch von gelungenen Veranstaltungen berichten. Bei einer virtuellen Laufchallenge liefen Bartholomäer und Casolaner gemeinsam 6300 Kilometer, Simone Dardi radelte die knapp 800 Kilometer von Casola auf die Ostalb.

Beim Literaturabend führte Angelika Huber-Sommer die Zuhörer auf eine italienische Gefängnisinsel „Über Meereshöhe“. Gegenseitige Besuche im Herbst ließen die Bartholomäer in Italien vergessene Früchte kosten und die italienischen Freunde den schwäbischen Herbst mit Kürbissen und Besenbesuchen kennenlernen. Das Gelingen jeder Veranstaltung bedarf vieler helfender Hände, Bettina Ritz dankte allen Mitgliedern und Förderern des Vereins für die im Jahr 2021 geleistete Arbeit.

Nach den Berichten der Schriftführerin Kerstin Behringer und des Kassierers Jürgen Pfau wurde von Kassenprüfer Hans Trinkl eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Bürgermeister Kuhn bedankte sich im Namen des Gemeinderates für die Vereinsarbeit und betonte, dass die Amici di Casola in vorbildlicher Weise Partnerschaft in Europa lebten und wahre Friedensarbeit leisteten. Insbesondere hob er hervor, dass der Partnerschaftsverein sich mit einem Projekt an einem Wettbewerb der beiden Präsidenten von Italien und Deutschland beteiligten und überreichte die gerahmte Preisurkunde.

Claudia Moser, stellvertretende Vorsitzende, stellte dieses Projekt der Zuhörerschaft vor. Im Zweiten Weltkrieg standen sich Italien und Deutschland als Feinde gegenüber, jetzt verbindet sie eine tiefe Freundschaft – als Zeichen hierfür führt heute der Friedensweg auf den Berg der Schlachten, Monte Battaglia, in Casola. Nach dem Zweiten Weltkrieg gaben sich beide Staaten Verfassungen, in denen Demokratie und Grundrechte verankert wurden. Anlässlich des 20-jährigen Partnerschaftsjubiläums befassen sich in Casola und Bartholomä Jugendliche mit den in ihren jeweiligen Verfassungen verankerten Grundrechten. Zu den von ihnen ausgewählten Artikeln fertigen sie künstlerische Interpretationen an, die dann an den Jubiläumsveranstaltungen in Casola und Bartholomä ausgestellt werden und im Anschluss daran entlang des Friedensweges auf den Monte Battaglia in Casola und auf einem Weg in Bartholomä, der noch festgelegt wird, installiert werden. Noch nie war es so wichtig, sich bewusst zu machen, welch hohes Gut die Freiheitsrechte sind. Nach 77 Jahren Frieden in Europa erlebe man nun, wie schützenswert Demokratie und Freiheit sind, mit ihrer Jugendarbeit will der Partnerschaftsverein Bartholomä dazu beitragen. Die Auftaktveranstaltung ist am Freitag, 25. März, um 18 Uhr im Dorfhaus.

Mitfahren nach Italien

Anschließend warb Claudia Moser, an der Fahrt zum 20-jährigen Bestehen nach Casola mitzufahren. Am Fronleichnamwochenende wird eine Busfahrt nach Italien organisiert. Des Weiteren wird eine Frauenausfahrt im Spätsommer und in altbewährterweise der Literaturabend und Sprachkurse angeboten.

Zum Abschluss lobte Karl Busch, der Ehrenvorsitzende und Begründer des Vereins, die derzeitige Vereinsführung für die guten Ideen und Aktionen, die zur Freundschaft mit Italien und zur Verbundenheit in Europa beitrugen.

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