Junge Musiker sollen Lücken schließen

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Gemeinsam wollen die Köpfe des Musikvereins Bartholomä ihre lückenhaften Reihen wieder schließen und setzen auf Jugendarbeit.
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Anstatt sich aufzulösen, setzt der Musikverein Bartholomä nun auf die Jugendarbeit. Am Samstag, 2. Juli, ab 14 Uhr gibt’s das „Instrumentenkarussell“ zum Ausprobieren.

Bartholomä

Sehr düster stand es bei der Hauptversammlung des Musikvereins Bartholomä noch im Oktober 2021. „Der Verein stand vor der Auflösung“, beschreibt der kommissarische Vorsitzende Reinhard Kreisel. Sowohl der Posten des ersten Vorsitzenden als auch die des Kassiers war vakant. „Corona hat viel kaputt gemacht, es gab keine Proben und das angestammte Probenlokal in der Schule musste geräumt werden“, erinnern sich die Mitglieder.

Doch so schnell wollte man nicht aufgeben. Mit Trompeter Peter Egl an der Seite, der aus seinem Hobby einen Beruf gemacht hat, und einst Trompeter im Verein ab dem sechsten Lebensjahr war, soll der Verein wieder Fahrt aufnehmen. Vor allem die Jugend ist in den Fokus gerückt. „Ich bin in Bartholomä geboren, mein Vater war Gründungsmitglied“, beschreibt Egl.

Was in den vergangenen Wochen entstanden ist, kann mit dem Phönix verglichen werden, der aus der Asche geboren wurde. Denn eine engagierte Dirigentin, Laura Marini, konnte für das Vorstufenorchester gewonnen werden. Eine Art Vorlauf fürs Jugendorchester, in dem die Jüngsten bereits für Instrumente begeistert werden. Zudem leitet Svenja Feichtenbeiner das „Froschorchester“ mit Kindern von vier bis sechs Jahren, und Petra Baßler die Rhythmusgruppe für Sechs- bis Zehnjährige. Das ganze unter der Regie von Heidi Maier, die den Geschäftsbereich Jugend leitet. Also ein starkes Frauenquartett, das dafür sorgt, dass der Nachwuchs für Instrumente begeistert werden kann nach dem Motto „Unsere Jugend – Unsere Zukunft“.

Der musikalische Leiter der Aktiven, Hans Zeller, kann mittlerweile im Schnitt wieder rund zehn der zwölf Mitglieder bei den Proben, jetzt im Saal des alten Rathauses, begrüßen. Man trifft sich immer mittwochs ab 19.30 Uhr. Gemeinsam haben alle ein großes Ziel: zum 70-jährigen Bestehen des Musikvereins 2023 einiges zu bieten. Kooperationen sind angestrebt, etwa mit dem örtlichen Posaunenchor, mit dem man beispielsweise ein Adventskonzert ausrichten möchte. Positive Gespräche mit der Schule fanden statt. Zudem möchte man gemeinsam mit den beiden Guggengruppen und den Hexen einen Fastnachtsgottesdienst ausrichten. Auch Fanfarenklänge zum Neujahrsempfang der Gemeinde sind ein Ansinnen. Ebenso wie die Beteiligung am Gemeindefest Ende Juni 2023, wo sich auch eine Delegation aus der Partnergemeinde Casola Valsenio einfinden wird, wie Peter Egl berichtet. Man will Fahrt aufnehmen. Bis zur nächsten Hauptversammlung wird Reinhard Kreisel kommissarisch den Vorsitz übernehmen, auch ein Kassier ist zwischenzeitlich gefunden. Und mit einer starken Jugendarbeit will man nach und nach die durch Corona entstandenen Lücken in den Reihen wieder schließen.

Am Samstag, 2. Juli, ab 14 Uhr kann jedes interessierte Kind ab 14 Uhr im Dorfsaal des Rathauses einmal beim „Instrumentenkarussell“ beispielsweise in eine Trompete blasen oder ein anderes Instrument ausprobieren. Begrüßt wird durch das Vorstufenorchester des MV Süßen unter der Leitung von Peter Egl.

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